Elektroniker erhalten Gesellenbrief
Lehrlinge dringend gesucht

Kreishandswerksmeister Christian Glaab (links) und die Vertreter der Elektroinnung zeichneten di e Prüfungsbesten Thomas Ruhland, Ralf Mauel und Christian Schreiner (vorne von links) aus. Bild: rid
Wirtschaft
Schwandorf
10.03.2016
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Die Elektro-Ausbildung ist "männlich". Bei der Freisprechungsfeier der Innung "Mittlere Oberpfalz" in den Raceland-Räumen waren die Herren unter sich. 38 Lehrlinge, davon nur drei aus dem Landkreis, erhielten den Gesellenbrief.

Wackersdorf. "Die Prüfung war schwer", sagte Obermeister Michael Kunz. Für vier Absolventen zu schwer. Sie müssen noch einmal antreten. Ausbildungsleiter Norbert Klier war mit dem Ergebnis dennoch zufrieden: "Der Negativtrend der letzten Jahre ist gestoppt." Nicht allerdings die Abwärtsentwicklung bei den Lehrlingszahlen. 252 Jugendliche befinden sich derzeit in den Landkreisen Schwandorf, Cham und Sulzbach-Rosenberg in einer Ausbildung. 24 weniger als im Jahr zuvor.

Klier appellierte an die Betriebe, auch leistungsschwächeren Schülern eine Chance zu geben. Zur Not müsse man sie nachqualifizieren. "Die rückläufigen Lehrlingszahlen zwingen uns zum Umdenken", so der Ausbildungsleiter. Kreishandwerksmeister Christian Glaab ging noch einen Schritt weiter und richtete die Bitte an seine Handwerkskollege. "Geben Sie jungen Flüchtlingen eine faire Chance für ein würdiges Leben in unserer Gesellschaft". Mit der Digitalisierung stehe das Handwerk vor einer weiteren Herausforderung. Gleichzeitig beschwört der Kreishandwerksmeister deutsche Tugenden: "Sie stehen in den Betriebe und bei den Kunden hoch im Kurs."

MdB Karl Holmeier sprach von "rosigen Zeiten für das Handwerk" und ermunterte die Absolventen, den "Meister" anzustreben und dazu das Meisterbafög zu nutzen. Die Energiewende eröffne der Branche neue Betätigungsfelder, ist stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl überzeugt. Gerhard Ulm, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz, sieht in der Energiespeicherung die Herausforderung der Zukunft. Studiendirektorin Sabine Fersch von der Berufsschule Sulzbach-Rosenberg bat die Absolventen, der Region die Treue zu halten.

Geld- und Sachpreise erhielten die Prüfungsbesten Thomas Ruhland (92,74 von 100 Punkten), Ralf Mauel (87,36) und Christian Schreiner (85,37). Nur drei Lehrlinge stammen aus dem Landkreis Schwandorf. Ralf Bischof (Kolping-Bildungswerk Schwandorf), Johannes Butz (Elektro Hägler, Pfreimd) und Sascha Seel (Firma Bayerl, Burglengenfeld).
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