Forderung: Mehr Frauen ins Handwerk
Dorothea Seitz-Dobler von der Agentur für Arbeit kämpft für mehr Gleichberechtigung

Wirtschaft
Schwandorf
16.09.2016
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Der Tag des Handwerks am Samstag, 17. September, gibt es heuer zum sechsten Mal. Die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Schwandorf, Dorothea Seitz-Dobler, will Frauen ermutigen, handwerkliche oder technische Berufe zu ergreifen. "Denn sie bieten gute Verdienstmöglichkeiten und auch in Zukunft die Chance auf einen sicheren Arbeitsplatz", betont sie.

Der Handwerksbereich sei ebenso wie technische Berufe in seiner Vielfalt attraktiv für Frauen. Im Zuge des Fachkräftemangels würden Frauen auch im Handwerk unverzichtbar. Leider seien Mädchen und Frauen in diesen Branchen noch unterrepräsentiert. Der Frauenanteil im Handwerk liegt aktuell bei 25 Prozent.

Junge Frauen suchen derzeit überwiegend im sozialen, künstlerischen oder Dienstleistungs-Bereich ihre Ausbildungsberufe - allesamt gesellschaftlich weniger anerkannt und schlechter entlohnt als die von Männern bevorzugten Branchen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Laut Dorothea Seitz-Dobler spricht kaum jemand über die körperlichen Belastungen in den sogenannten Frauenberufen, wie Krankenschwester, Altenpflegerin oder Verkäuferin. Jeder verbindet aber technische und handwerkliche Berufe sofort mit körperlicher Anstrengung und Schmutz. "Dabei ist durch die immer weiter fortschreitende Automatisierung der Arbeitsprozesse Körperkraft keine zwingende Voraussetzung mehr zum Erlernen eines handwerklich-technischen Berufes. Die Arbeitsbedingungen haben sich geändert, so dass viele Arbeitsplätze überaus ansprechend und sauber gestaltet sind", erklärte die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt.

Mädchen und junge Frauen würden über ausgezeichnete Qualifikationen verfügen. Im Leistungsvergleich, in Prüfungen oder Wettbewerben hätten die weiblichen Fachkräfte die Nase vorne und viele Handwerksbetriebe lobten die hohe Motivation, Kreativität und Zuverlässigkeit ihrer Mitarbeiterinnen.

Mit dem "Girls Day" oder anderen Aktionen zur Erweiterung des Berufswahlspektrums von Mädchen und Frauen sollen Schulabgängerinnen traditionelle Männerberufe etwa in der Metallbranche oder im Elektronikbereich näher gebracht werden. "Wir wollen mit Klischees brechen", sagt Seitz-Dobler.

Informationen zur Berufsorientierung von Mädchen und jungen Frauen können kostenlos bei der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Schwandorf, Dorothea Seitz-Dobler unter der Telefonnummer 09431/200-250 oder unter Schwandorf.BCA@arbeitsagentur.de angefordert werden.
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