IHK-Vollversammlung diskutiert über Bundesverkehrswegeplan
Für Ausbau der Infrastruktur in Ostbayern

Bei der IHK-Vollversammlung in Schwandorf saßen IHK-Präsident Gerhard Witzany, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes, die IHK-Vizepräsidenten Karin Siegert, Dr. Rolf Pfeiffer, Peter Esser, Dr. Alois Plößl und Bernd Fürbringer sowie der Gastgeber, Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling, auf dem Podium (von links). Bild: hfz
Wirtschaft
Schwandorf
14.04.2016
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Die ostbayerische Wirtschaft ist auf eine optimale Infrastruktur angewiesen. Auf den Ausbau der B 85 und der Bahnverbindung nach Prag legt sie großen Wert. Das zeigte die IHK-Vollversammlung, die den neuen Bundesverkehrswegeplan diskutierte.

Mit ihrer Vollversammlung war die Industrie- und Handelskammer Regensburg zu Gast beim Zweckverband Müllverwertung Schwandorf. "Der Wandel in der mittleren Oberpfalz liegt auch an der Weiterentwicklung des Verkehrs zwischen Ost und West", betonte IHK-Präsident Gerhard Witzany angesichts des neuen Bundesverkehrswegeplans. Der neue verkehrspolitische Sprecher der IHK, Manuel Lorenz, stellte den Unternehmern den unlängst veröffentlichten Referentenentwurf vor. "Für die Wirtschaft in unserer Region sind einige Maßnahmen passend priorisiert worden, andere leider weniger", fasste Präsident Witzany die Diskussion zusammen.

Noch Nachholbedarf


Für Ostbayern positiv: Die Elektrifizierung der Bahnlinie Regensburg -Schwandorf-Hof wird vom Bund als "vordringlicher Bedarf" eingestuft. "Damit hat sie gute Chancen, bis 2030 realisiert zu werden", schätzte IHK-Experte Lorenz. Von der Strecke erhofft sich der Vorsitzende des IHK-Gremiums Schwandorf, Hubert Döpfer, "Impulse für die Infrastruktur". Nicht zufrieden zeigen sich die Unternehmen beim Ausbau der B 85 zwischen Amberg, Schwandorf und Roding. Der soll in weiten Teilen vierspurig werden, hat aber momentan nur geringe Aussichten auf Realisierung. "Die IHK wird sich in das offizielle Beteiligungsverfahren einbringen, den das Bundesverkehrsministerium bis Anfang Mai ermöglicht", versprach Lorenz. Die Wirtschaftsvertreter wollen sich dabei auch für den Ausbau der Schiene von Regensburg über Schwandorf nach Tschechien einsetzen. Hier sind die Chancen für eine Umsetzung bis 2030 auf der deutschen Seite wohl gering. Die tschechischen Nachbarn indes hätten ihre Hausaufgaben für den Ausbau der Bahnstrecke München-Prag schon längst gemacht.

Der IHK-Gremiumsvorsitzende Hubert Döpfer und der Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling stellten in ihren Grußworten den Mitgliedern der IHK-Vollversammlung die vom produzierenden High-Tech-Gewerbe geprägte Wirtschaftsstruktur des Landkreises vor. Ebeling berichtete, dass die Investitionen von Unternehmen, etwa in den gemeinsam vermarkteten Gewerbegebieten am Autobahnkreuz von A 6 und A 93, der Region Schwung verleihen: "Allein in den letzten beiden Jahren haben unsere Unternehmen 2500 neue Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt sind da rund 90 Millionen Euro von 30 kleinen und mittelständischen Unternehmen investiert worden."

Kurzer Weg zur IHK


Der Landrat freute sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen IHK-Geschäftsstelle in Wackersdorf in der Eichenstraße 1. IHK-Mitarbeiter Manuel Lischka ist ab sofort erster Ansprechpartner für die Wirtschaft im Landkreis Schwandorf. Gremiumsvorsitzender Hubert Döpfer betonte, dass für die Unternehmen im Landkreis der Weg zur IHK jetzt kurz ist.

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