Ladesäulen für Elektroautos werden kaum angenommen
Mit angezogener Handbremse

"Ladesäulen können bei entsprechender Ausstattung auch gut
Wirtschaft
Schwandorf
03.11.2016
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Nur fünf Autofahrer haben in den vergangenen drei Monaten die Elektro-Ladestation am Landratsamt genutzt und ihr E-Mobil kostenlos aufgetankt. Auch die Säule am Naabparkhaus wird nicht so angenommen, wie es die Betreiber erwartet haben. Damit sich das ändert, rührt "CARMEN" die Werbetrommel.

(rid) Das "Centrale Agrar-Rohstoff-Marketing- und Energie-Netzwerk" e.V. mit Sitz in Straubing veranstaltete in der vergangenen Woche im Bildungszentrum der Bayernwerk AG ein Fachgespräch zum Thema "Stromtanken an Biogas- und Fotovoltaik-Anlagen", an dem sich 50 Vertreter von Planungsbüros, E-Säulen-Herstellern, Biogasanlagen-Betreibern sowie engagierte E-Auto-Fahrer beteiligten. Die Regensburger Marketing-Expertin Annette Schwabenhaus stellte das für 2017 geplante Förderprogramm für E-Ladesäulen mit einem Volumen von 300 Millionen Euro vor und betonte: "Die seit Juni möglichen Förderungen für E-Fahrzeuge werden bisher eher zögerlich angenommen". Damit sich eine E-Ladestation wirtschaftlich rechne, seien zwei Betankungen pro Tag erforderlich. "Für die Bayernwerk AG wird die E-Mobilität zu einem bedeutenden Teil der Geschäftsstrategie heranwachsen", ist Regionalleiter Martin Hanner überzeugt. Ladesäulen könnten bei entsprechender Ausstattung auch gut als Werbeplattform genutzt werden. So wie bei der Anlage an der Einfahrt zum Naabparkhaus, die die Stadt über ein Display zur Ankündigung von Veranstaltungen nutzt.

Moderne Abrechnung


Die Infrastruktur ist für Martin Hanner Voraussetzung für die Entwicklung der E-Mobilität. "Mit unserer Ladesäule rücken wir die Technik in den Blick der Menschen vor Ort", so der Bayernwerksvertreter. Die neue Ladesäule bietet einfache und moderne Abrechnungssysteme an. Als Standort wurde der stark frequentierte Bereich vor dem Naab-Parkhaus ausgewählt. Die früheren Motorrad-Stellplätze mussten dafür weichen.
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Josef Witt aus Amberg in der Oberpfalz | 29.11.2016 | 13:02  
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