Landrat tritt für Nachbesserungen im Planentwurf ein - Schreiben an das Verkehrsministerium
Drei Wünsche aus Schwandorf

Wirtschaft
Schwandorf
03.05.2016
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Der Landkreis Schwandorf fordert Nachbesserungen am Bundesverkehrswegeplan. Zum Entwurf schickte Landrat Thomas Ebeling (CSU) eine Stellungnahme an das Bundesverkehrsministerium. Dabei bezog er sich auf drei Projekte.

Ausbau der B 85 von Altenkreith über Schwandorf nach Amberg: Diese Maßnahme sollte laut Ebeling in den vordringlichen Bedarf hochgestuft werden, weil sie der gesamten Wirtschaft Impulse verleiht und auch für Bevölkerungsstabilität sorgt. Die wachsende Region Ostbayern dürfe den Anschluss nicht verlieren. Der Verkehr habe im Zuge der Öffnung des eisernen Vorhangs deutlich zugenommen. Ein moderner Straßenausbau müsse die Antwort darauf sein.

Ausbau der Metropolenbahn von Amberg über Schwandorf nach Tschechien: Auch diese Maßnahme sollte in den vordringlichen Bedarf hochgestuft werden, weil die Metropolenbahn als funktionaler Zusammenschluss nicht nur die vier (!) Metropolregionen München, Nürnberg, Pilsen und Prag verbindet, sondern vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Haushaltsmittel auch nachhaltig Synergieeffekte bei Bau, Unterhalt und Betrieb genutzt werden könnten. Dieser Zusammenschluss habe einen hervorragenden Nutzen-Kosten-Faktor von 1,5 für den nationalen Teil und sogar von 2,2 für das Gesamtprojekt (inklusive tschechischem Anteil). Die Verwirklichung der Metropolenbahn biete dem gesamten ostbayerischen Raum große Chancen und könne dem zusammenwachsenden West-Ost-Bahnverkehr eine moderne Infrastruktur geben. Die Metropolenbahn weise eine europäische Dimension auf, da sie die zentrale Ost-West-Verbindung sicherstellt.

Elektrifizierung der Bahnstrecke von Regensburg nach Hof: Für diese als vordringlicher Bedarf im Plan enthaltene Maßnahme ist nach Meinung des Landrates festzuschreiben, dass im Zuge des Ausbaus auch der Lärmschutz für die anwohnende Bevölkerung deutlich verbessert wird. Bei Reisegeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern und einer Anpassung der Betriebsqualität für Güter- und Personenverkehr an die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts müsse auch ein wirksamer und moderner Lärmschutz verwirklicht werden. "Das eine ist für das andere unabdingbar", betonte Ebeling und bat, diese Forderungen des Landkreises Schwandorf im weiteren Verfahrensablauf entsprechend zu berücksichtigen.
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