Lehrstellenbörse für unbegleitete Flüchtlinge
Boliden oder Pralinen

Michael und Efrim (von links) informierten sich bei Konditormeister Hans Brunner über die Möglichkeiten einer Ausbildung. Bild: Hirsch
Wirtschaft
Schwandorf
07.04.2016
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Efrim (19) und Michael (18) sind unbegleitete Flüchtlinge, besuchen im zweiten Jahr eine Übergangsklasse an der Berufsschule und wollen Automechaniker werden. Bei der Lehrstellenbörse von Berufsschule und Handwerkskammer interessierten sie sich aber auch für den Beruf des Konditors. Hans Brunner hatte die beiden mit Kunz- Pralinen an seinen Tisch gelockt.

Der Konditormeister bot den Jugendlichen ein Praktikum an, dem eine dreijährige Ausbildung folgen könne. Dabei verdienen die Lehrlinge zwischen 450 und 650 Euro monatlich. Auch die übrigen 15 Handwerksbetriebe, die am Mittwoch in das Bildungszentrum Charlottenhof gekommen waren, warben für ihre Berufe. Von den 160 Schülern in den acht "Flüchtlingsklassen" waren 50 gekommen und suchten den Kontakt zu den Handwerksmeistern. "Wir haben Jugendliche ausgewählt, die schon recht gut Deutsch sprechen", erklärte Dr. Anna Hanf. Sie ist gemeinsam mit Werner Nagler zuständig für die Berufsintegrationsjahrgänge und mit den Jugendlichen auf der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsstellen.

Auch Landrat Thomas Ebeling mischte sich in die Gesprächsrunden und war erstaunt über die Sozial- und Sprachkompetenz, "die sich die Schüler in der kurzen Zeit ihres Hierseins bereits angeeignet haben". Die Lehrstellenbörse war die zweite von drei geplanten Veranstaltungen. Vor vier Wochen ging es in den Räumen der Firma Horsch um die rechtlichen Voraussetzungen für eine Lehre der jugendlichen Flüchtlinge. Am 21. April findet die Reihe ihren Abschluss im Haus des Guten Hirten mit einem interkulturellen Symposium mit dem "Institut für Konfliktlösungen".
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