Leiter der Agentur, Joachim Ossmann, nennt Anstieg „moderat“
Typisch Januar: Hohe Arbeitslosenzahlen

Symbolbild: dpa
Wirtschaft
Schwandorf
02.02.2016
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(ch/nt) Auch wenn der Winter mild ist: Für viele Arbeitnehmer in den Außenberufen des Bau- und Baunebengewerbes und des Landschaftsgartenbaus steht im Januar der Gang zur Agentur für Arbeit an. Das war auch 2016 nicht anders, teilte die Agentur mit.

Im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf, der den Landkreis ohne den Raum Oberviechtach umfasst, stieg die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar deutlich um rund 650 arbeitslos gemeldete Arbeitnehmer oder rund 28 Prozent an. Die Arbeitslosenquote kletterte von 3,2 Prozent im Dezember auf 4,1 Prozent im Januar. Im Januar des vergangenen Jahres lag die Quote ebenfalls bei 4,1 Prozent.

Optimistischer Ausblick


Mitte Januar waren im Schwandorfer Geschäftsstellenbezirk demnach rund 3030 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Januar des vergangenen Jahres ging die Arbeitslosigkeit geringfügig um rund 20 Personen zurück. Im Laufe des Januars meldeten sich rund 1310 Arbeitnehmer arbeitslos, rund 450 Personen mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Januar des vergangenen Jahres meldeten sich 110 Personen oder 7,4 Prozent weniger.

"Mit Entlassungen von Arbeitnehmern im Außenbereich in einem für die Jahreszeit moderaten Umfang, Nutzung des Saison-Kurzarbeitergeldes im Bausektor und einer anhaltend hohen Beschäftigungslage in den meisten Branchen, zeichnet der Arbeitsmarkt bereits zum Jahresbeginn ein gutes Ergebnis. Mit Optimismus und Zuversicht starten wir daher ins neue Jahr", sagte der Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, Joachim Ossmann. Allerdings werde es in diesem Jahr auch viele Herausforderungen geben: Bei einem weiteren Anstieg der Beschäftigung werde auch der Bedarf an Fachkräften weiter wachsen.

Die Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten für Ältere, Schwerbehinderte, Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte sowie ein Ausbildungsmarkt, der mehr Lehrstellen als Bewerber bietet, erfordern Handlungsfelder, denen es sich zu stellen gelte. Darüber hinaus werde die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge sowie aus der EU-Zuwanderung steigen, erwartet die Agentur.

Diesen Menschen müsse jetzt die nötige Sprachkompetenz vermittelt werden. Außerdem müssen berufliche Kenntnisse erhoben und entsprechend den gestellten Anforderungen der Unternehmen angepasst oder erweitert werden, so Ossmann in einer Pressemitteilung.

Nachfrage steigt


Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im Januar weiter gestiegen. Im gemeinsamen Stellenpool der Arbeitsagentur und des Jobcenters waren im Januar rund 1080 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote gemeldet, 220 Offerten oder ein Viertel mehr als noch im Januar 2015.
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