Ökologie für Bauern
KULAP-Anträge bis 26. Februar einreichen

Wirtschaft
Schwandorf
06.02.2016
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Schwandorf/Nabburg. Landwirte, die auf ihren Flächen gezielt Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz durchführen wollen, haben noch bis zum 26. Februar Gelegenheit, bei ihrem zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Anträge auf das Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) sowie das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) einzureichen.

Die beiden Agrarumweltprogramme dienen der Erfüllung gesellschaftlicher Erwartungen und unterstützen die Ziele der Bayerischen Staatsregierung im Boden- und Gewässerschutz oder bei der Verfolgung der Biodiversitätsstrategie. Der Grundsatz "Freiwilligkeit vor Ordnungsrecht" hat sich bestens bewährt und gilt daher weiterhin.

Beim KULAP werden in diesem Jahr die nachfolgenden elf ausgewählten Maßnahmen angeboten:

Ökologischer Landbau (B10),

Emissionsarme Wirtschaftsdüngerausbringung (B25/26)

Umwandlung von Acker in Grünland auf Moorstandorten (B29)

Anlage von Gewässer- und Erosionsschutzstreifen (B34)

Verzicht auf Intensivfrüchte in wasserwirtschaftlich sensiblen Gebieten (B39)

Anlage von Blühflächen an Waldrändern und in der Feldflur (B48)

Erzeugung von Heumilch-extensive Futtergewinnung (B50)

Anlage von Struktur- und Landschaftselementen (B59).

Erstmals können in diesem Jahr auch Beihilfen für die Erneuerung von Hecken und Feldgehölzen (B49) und den Wiederaufbau von Steinmauern in Weinbausteillagen beantragt werden. Anträge für diese beiden Maßnahmen werden bis zum 30. Juni dieses Jahres angenommen.

Zudem können Rinderhalter, die schon bisher eine Prämie für die Sommerweidehaltung (B60) erhalten haben, die Verpflichtung für 2016 - im Rahmen der Mehrfachantragstellung - erneut beantragen.

Die erfreuliche, unerwartet hohe Antragstellung im vergangenen Jahr lässt ein Angebot weiterer bewährter Maßnahmen in diesem Jahr nicht zu.

Die Programminhalte sind weitgehend unverändert. Bei der Maßnahme B39 wurde zusätzlich eine Beschränkung auf 5 ha je Antragsteller eingeführt. Den Beratungskräften vor Ort ist es damit möglich, die in erster Linie auf den Gewässerschutz ausgerichtete Maßnahme noch zielgerichteter an den wichtigsten Brennpunkten anzubieten.

Das Vertragsnaturschutzprogramm geht in diesem Jahr unverändert an den Start. Voraussetzung für einen Antrag ist, dass sich Interessenten im Vorfeld an die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt wenden.
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