Regionale Wirtschaft fördern

Manuel Lischka, Leiter des IHK-Servicecenters in Wackersdorf, legte den Teilnehmern bei einem Wirtschaftsfrühstück des Vereins "Partner für den Landkreis Schwandorf" in der Spitalkirche die Ziele der Industrie- und Handelskammer in der Region dar. Bild: Götz
Wirtschaft
Schwandorf
01.12.2016
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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Regensburg hat in der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim rund 79 000 Mitgliedsunternehmen - davon 9300 im Landkreis Schwandorf. Hauptziel ist die Förderung der regionalen Wirtschaft. Wie die IHK das erreicht, machte sie bei einem Wirtschaftsfrühstück deutlich.

In Wackersdorf unterhält die Industrie- und Handelskammer Regensburg für die Oberpfalz und Kelheim eine von sechs regionalen Geschäftsstellen. Bei einem Wirtschaftsfrühstück des Vereins "Partner für den Landkreis Schwandorf" in der Schwandorfer Spitalkirche erläuterte Manuel Lischka, Leiter des IHK-Servicecenters in Wackersdorf, zunächst, dass der Landkreis Schwandorf mit seinen rund 9300 Mitgliedsbetrieben der zweitstärkste Bereich im Kammerbezirk sei - kreisfreie Städte ausgenommen. Vor Ort möchte die Kammer näher an den Unternehmen sein. Das hat laut Lischka zum Ziel, dass Serviceleistungen näher angeboten und zum anderen Probleme zeitnah erkannt werden könnten.

Generell fußt das Tätigkeitsfeld der Industrie- und Handelskammer auf drei Säulen. Zunächst nannte der Referent den Service für Unternehmen. So unterstützt die Kammer zum Beispiel bei der Existenzgründung und der Unternehmensförderung, bei der Aus- und Weiterbildung oder bei der Standortpolitik. Das erreicht sie unter anderem durch Beratungen oder Veranstaltungen. Lischka nannte hier exemplarisch verschiedene Fachveranstaltungen, Gründerseminare in Zusammenarbeit mit dem Mittelstandszentrum in Maxhütte oder Messen wie "Academicus live" am Gymnasium in Oberviechtach.

"Garant für hohe Qualität"


Daneben hat die IHK eine Reihe von hoheitlichen Aufgaben übertragen bekommen. Dazu zählen die Betreuung von Ausbildungsverhältnissen, die Benennung von Sachverständigen oder die Schlichtung bei Wettbewerbsstreitigkeiten. Eine große Rolle spielt die Abnahme von Lehrlings- oder Weiterbildungsprüfungen. Lischka nannte rund 10 000 Abschluss- und Zwischenprüfungen, die von etwa 3800 ehrenamtlichen Prüfern abgenommen wurden. Das duale Ausbildungssystem in Deutschland sei dabei ein "Garant für hohe Qualität und großen Qualitätsanspruch", der auf der ganzen Welt gefragt sei. Der Redner unterstrich: "Hier sind tolle Unternehmen, die eine tolle Ausbildung anbieten."

Die dritte Säule des IHK-Tätigkeitsfeldes besteht in der Interessensvertretung für die Gesamtwirtschaft. Dieses Gremium wird für fünf Jahre gewählt und fasste Beschlüsse zum Beispiel zum Bundesverkehrswegeplan oder der dritten Startbahn am Flughafen München.

Für neue Fachkräfte


Anstrengungen unternimmt die Industrie- und Handelskammer auch, um neue Fachkräfte in der Region zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und dem Schulamt ist zum Beispiel das Projekt "Technik für Kinder" geplant. Dabei geht es darum, Kinder ab acht Jahren an das Thema heranzuführen. Lischka führte aus, dass Kinder, die in jungen Jahren bereits mit Technik in Berührung gekommen sind, laut einer Studie zu einem großen Teil später einen technischen Beruf ergreifen.

In der anschließenden Diskussion mit den Teilnehmern standen vor allem die Beziehungen der Wirtschaft in das Nachbarland Tschechien im Mittelpunkt. Als Ansprechpartner vor Ort betreibt die Industrie- und Handelskammer auch ein Büro in Pilsen. Zu Beginn hatten Alois Hagl, Vorsitzender des Vereins "Partner für den Landkreis Schwandorf" und Landrat Thomas Ebeling die vielen Besucher in der Spitalkirche begrüßt.

Hier sind tolle Unternehmen, die eine tolle Ausbildung anbieten.Manuel Lischka
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