Schwandorfer steigt in E-Commerce ein
Firmenchef schon beim Studieren

Timo Schindler (28) aus Schwandorf hat während des Studiums ein erfolgreiches Unternehmen gegründet. Bild: hfz
Wirtschaft
Schwandorf
14.06.2016
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Regensburg/Schwandorf. Ein aus einer spontanen Idee heraus entstandener Onlineshop sichert Timo Schindler (28) den Lebensunterhalt - und finanzierte das Studium. Mit blubberladen.de machte sich der Schwandorfer schon im Jahr 2007 selbstständig. Parallel zu seinem damaligen Maschinenbaustudium an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg setzte er die Idee, Wasserpfeifen und Zubehör übers Internet zu verkaufen, in die Tat um.

Nach einer Startphase von einem Jahr hat sich das Unternehmen schon rentiert. Dadurch, dass sich Timo Schindler über ein Fernstudium auch gleichzeitig BWL-Kenntnisse aneignete, ging die Gründung weitgehend reibungslos über die Bühne. Als Jungunternehmer hat der Schwandorfer inzwischen den Master of Applied Research an der OTH Regensburg abgeschlossen.

Timo Schindler hat so das E-Commerce frühzeitig für sich entdeckt. Jetzt, im Jahr 2016, ist der Online-Handel in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Laut einer internationalen E-Commerce-Studie von deals.com in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research kauft inzwischen jeder Zweite online ein. Der Online-Anteil kam laut der Studie im Jahr 2014 auf zehn Prozent des deutschen Gesamthandelsvolumens, Tendenz steigend.

"Zunächst war ich mit meinem Lager bei meiner Mutter im Keller", erzählt der Jungunternehmer. Inzwischen hat er ein eigenes Depot mit Kasse; an drei Tagen unter der Woche hat er nachmittags für seine Kunden vor Ort geöffnet. Hier gibt es Shishas, dazu passende Schläuche, Mundstücke und alle erdenklichen Sorten von Tabak. Ende vergangenen Jahres ist er in eine größere Halle umgezogen. Denn: Seit 2015 hat er noch einen zweiten Onlineshop am Start, über den er Bier verkauft. "Ich hatte mir die Domain bier-kaufen.de schon seit langem gesichert", sagt der 28-Jährige. Und da sich die Site beim Google-Ranking auf einem der obersten Plätze befindet, lag es nahe, daraus Profit zu schlagen. Schon nach sechs Monaten hatte Schindler sich auch damit etabliert.

Rat zu Fördermöglichkeiten holte sich der Jungunternehmer beim Start-up-Center der OTH Regensburg. Es beriet den Schwandorfer beim Businessplan, bei der Marktanalyse, der Kundengewinnung und der Finanzplanung. Über diese Einrichtung sind die Gründer der Hochschule eng miteinander vernetzt.
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