Trasse von Schwandorf nach Forchheim/Oberbayern
Neue Gasleitung genehmigt

Auf 62,5 Kilometer Länge verbindet die neue Gasleitung Schwandorf mit Forchheim in Oberbayern. Das Projekt der "Open Grid Europe" ist mit 119 Millionen Euro an Baukosten veranschlagt.
Wirtschaft
Schwandorf
23.08.2016
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Vor wenigen Tagen stellte "Open Grid Europe" ihr Programm zum Artenschutz entlang einer neuen Gasleitung vor. Jetzt gab die Regierung grünes Licht für den Bau, der auf 62 Kilometer Länge Schwandorf mit Forchheim in Oberbayern verbinden wird. Bauherr ist ein alter Bekannter, wenn auch unter neuem Namen.

Regensburg/Schwandorf. Die Regierung der Oberpfalz hat den Plan für die neue Gasleitung zwischen Schwandorf und Forchheim (Oberbayern) am 19. August festgestellt. Das teilte die Behörde mit. Damit besteht Baurecht. Die Leitung ist 62,5 Kilometer lang und wird einen Durchmesser von einem Meter aufweisen. Die Trasse verläuft parallel zur schon bestehenden Leitung "26/1 Rothenstadt/Forchheim". Ausnahmen sind einige kleinere Abschnitte, etwa im FFH-Gebiet "Trockenhänge bei Kallmünz". Die Gasleitung wird 37,9 km durch die Oberpfalz, 20,8 km durch Niederbayern und 3,8 km durch Oberbayern führen.

Das bayerische Wirtschaftsministerium hatte entschieden, dass die Regierung der Oberpfalz das Planfeststellungsverfahren für die komplette Trasse führt. Die Regierung von Niederbayern war demnach für die Anhörungen für die Bürger aus Nieder- und Oberbayern zuständig.

In einem vorgeschalteten Raumordnungsverfahren wurden die Auswirkungen der Maßnahme bewertet und es wurde geprüft, welche von mehreren Trassenvarianten raumverträglicher ist. Dieses Verfahren wurde bereits im Februar abgeschlossen. Ferner war eine Umweltverträglichkeitsprüfung Bestandteil des Verfahrens. Laut Regierung wurden 132 Behörden und nichtstaatliche Institutionen, wie etwa der Bund Naturschutz, beteiligt. Hunderte von betroffenen Eigentümern konnten sich im Zuge der öffentlichen Anhörung äußern.

In zwei Erörterungsterminen in Regensburg und Kelheim haben die beteiligten Regierungen die Belange der anwesenden Bürger und Behördenvertreter erörtert und in den meisten Fällen Kompromisse mit den Antragstellern erzielt. Der Planfeststellungsbeschluss umfasst 247 Seiten und 16 Aktenordner Planungsgrundlagen. Die Antragstellerin "Open Grid Europe GmbH" hieß früher "Eon Gastransport". Das Unternehmen sei aufgrund des Energiewirtschaftsgesetzes verpflichtet, ein sicheres, zuverlässiges und leistungsfähiges Versorgungsnetz zu betreiben. Der Bau diene der Versorgungssicherheit mit Erdgas und stelle hierfür die notwendigen Transportkapazitäten sicher. "Open Grid" will noch in diesem Herbst mit dem Bau beginnen und die Leitung im Dezember 2017 in Betrieb nehmen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 119 Millionen Euro. Der Planfeststellungsbeschluss kann auf der Homepage der Regierung der Oberpfalz eingesehen werden.

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Weitere Informationen:

www.regierung.oberpfalz.bayern.de/leistungen/wirtschaft/info/energieversorgungsleitungen/
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