Verdi-Mitglieder unterstreichen Forderungen mit Warnstreik beim ZMS
Mehr Geld und unbefristete Jobs

Über 100 Beschäftigte des Zweckverbands Müllverwertung Schwandorf und anderer öffentlicher Arbeitgeber traten am Mittwochmorgen in einen Warnstreik und unterstrichen so die Forderungen ihrer Gewerkschaft bei den Tarifverhandlungen. Bild: hfz
Wirtschaft
Schwandorf
28.04.2016
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"Unsere Erwartungen für den heutigen Tag wurden klar erfüllt", freute sich Alexander Gröbner, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Oberpfalz. "Neben rund 100 Beschäftigten des Zweckverbands Müllverwertung Schwandorf, beteiligten sich Beschäftigte der Gemeinde Wackersdorf, der Stadt Schwandorf und dem Landkreis Schwandorf an Warnstreik". Alleine bei der Streikkundgebung vor dem Haupttor des ZMS um 8.30 Uhr trafen sich am Mittwoch rund 110 Beschäftigte, die die Arbeit niedergelegt hatten. Das teilte die Gewerkschaft mit.

Verdi-Vertrauensleute-Sprecher Josef Bauer, gleichzeitig Personalratsvorsitzender des ZMS, machte vor den Streikenden klar, dass die Beschäftigten hinter der Forderung stehen, die unter anderem auf sechs Prozent mehr Lohn zielen. "Sollte es notwendig sein, können wir unsere Aktionen ausweiten, sollte es am Wochenende nicht zu einer Einigung kommen. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind streikbereit", sagte Bauer. Gröbner nannte das Angebot der Arbeitgeber von drei Prozent eine "Mogelpackung" und "Provokation". Aufgrund der Altersstruktur würden in den nächsten Jahren bei Bund, Land und Gemeinden jährlich rund 240 000 Beschäftigte in den Ruhestand gehen. Deshalb gelte es, ab sofort die Ausbildung im öffentlichen Dienst zu forcieren und klare Beschäftigungsperspektiven für die Arbeitnehmer in den Dienststellen und Betrieben zu geben. "Deshalb setzen wir uns für eine Übernahmegarantie nach der Ausbildung, aber auch für die Abschaffung der sachgrundlosen Befristungen ein" bekräftigte Gröbner unter großem Beifall der Warnstreikenden. Gröbner erklärte: "Wir haben mit den Warnstreiks heute in Schwandorf und seit Dienstag letzter Woche in Neumarkt, Amberg, Weiden und Regensburg mit insgesamt weit über 1600 Beschäftigten in Warnstreiks und Aktionen den Druck auf die Arbeitgeberseite deutlich erhöht und hoffen, dass die Arbeitgeber von Bund und Kommunen am Wochenende klug entscheiden und ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen!"
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