Vertrag mit OTH unterschrieben
Landkreis jetzt Mitglied beim Förderverein "Technologie-Campus"

Präsidentin Dr. Andrea Klug (sitzend rechts) und Landrat Thomas Ebeling besiegelten den Beitritt des Landkreises zum Verein "Technologie-Campus". Ferner sind im Bild (stehend von links): Vizepräsident Alfred Höß, das Mitglied der Verwaltung, Wolfgang Weber, Kanzler Ludwig von Stern und der Wirtschaftsförderer am Landratsamt, Christian Meyer. Bild: Hirsch
Wirtschaft
Schwandorf
24.08.2016
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Energetische Gebäudesanierung, Schulpartnerschaften, duale Studiengänge, Förderung innovativer Lernorte: Es gibt gute Gründe für den Landkreis, dem Förderverein "Technologie-Campus an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden e.V." beizutreten. Landrat Thomas Ebeling und OTH-Präsidentin Dr. Andrea Klug unterzeichneten am Mittwoch den Vertrag.

Seit der Gründung vor fünf Jahren haben sich die Landkreise Tirschenreuth, Neustadt/Waldnaab, Amberg-Sulzbach, die kreisfreien Städte Amberg und Weiden sowie mehrere Verbände dem Netzwerk angeschlossen. "Wer noch fehlt, ist die Stadt Schwandorf", betonte Kanzler Ludwig von Stern.

Der Landkreis lässt sich die Mitgliedschaft im Jahr 10 000 Euro kosten. "Wir erwarten keine 1:1-Rückvergütung", betonte Landrat Thomas Ebeling. Ihm geht es vielmehr darum, den Technologie- und Wirtschaftsstandort zu stärken, die dualen Studiengänge zwischen Hochschule und Unternehmen abzustimmen und positive Signale zu setzen. Konkret nennt er die energetische Gebäudesanierung am Landratsamt und das Hackschnitzelheizwerk in Wackersdorf. In beiden Fällen sei das OTH-Büro von Dr.-Ing. Markus Brautsch der Ansprechpartner.

Als Präsidentin einer Hochschule für angewandte Forschung sei sie bestrebt, so Dr. Andrea Klug, die innovativen OTH-Lernorte im Landkreis, Gerresheimer Wackersdorf, ZMS Schwandorf und CMT Charlottenhof, zu stärken, Praktika und duale Studiengänge abzustimmen und Werksstudenten zu begleiten.

100 000 Euro im Jahre zahlen die Mitglieder des Vereins in den Fördertopf ein. Mit diesem Geld kann die Hochschule ein Serviceangebot vorhalten, Wissen bündeln und die Unternehmen bei der Umsetzung technologischer Neuerungen begleiten. Hauptzweck des Vereins sei die Errichtung und der Betrieb eines Technologie- und Wissenstransfernetzwerkes zur Förderung und Umsetzung anwendungsorientierter Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in der Region, so die Präsidentin. Beim Aufbau der Strukturen und zur Knüpfung des Netzwerkes seien 108 Arbeitsplätze entstanden. Jedes Mitglied habe direkten Zugang zum Serviceangebot des Technologie-Campus und damit zum Wissens- und Technologietransfer. Die Bündelung komme den Unternehmen zugute.

Seit der Gründung vor 22 Jahren haben 5000 Studenten die Hochschule mit einem Abschluss verlassen. "Die Wirtschaft schätzt den kompetenten Nachwuchs", betont Vizepräsident Dr. Alfred Höß. 84 Professoren, 90 Lehrbeauftragte und 265 Mitarbeiter begleiten die derzeit rund 3500 Studierenden. In 90 Laboren wird geforscht und entwickelt.
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