Vertragsverlängerung für die Länderbahn
Der neue Alex trotzt der Bus-Konkurrenz

Vertragsunterzeichnung: (von links) Netzmanager Bayern, Steffen Schaller, BEG-Geschäftsführer Johann Niggl und Länderbahn-Geschäftsführer Gerhard Knöbel. Bild: Götz
Wirtschaft
Schwandorf
17.10.2016
140
0

Der Vertrag ist unterschrieben, der "Alex" wird auch in den nächsten Jahren als Nahverkehrsergänzung im Los Süd zwischen Lindau/Oberstorf und München sowie im Los Nord zwischen München und Hof/Furth im Wald das Fernverkehrsangebot der Deutschen Bahn ergänzen.

"Eine komplexe Ausschreibung" sei es gewesen, erklären die Vertragspartner, die Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), Johann Niggl, und der Länderbahn GmbH DLB, Gerhard Knöbel.

Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssten sich die Bahnunternehmen anstrengen. "Wenn ich auf großen Strecken nicht telefonieren kann, ist das unbefriedigend", sagt Knöbel. "Wir machen kein Hehl daraus, dass wir daran arbeiten, Chancengleichheit herzustellen." Da man selbst das Streckennetz finanzieren müsse, gehöre dazu etwa auch die Maut für Busse, fordert der Länderbahnchef.

Mehr Service für die Kunden soll das neue Betriebskonzept, das Projektleiter Eugen Rubinstein vorstellte, ab 10. Dezember 2017 bringen - wenn der neue Alex in Betrieb geht:

Mehr Strecken: Mit 4,4 Millionen Zugkilometern wachse das befahrene Netz um rund 8 Prozent.

Mehr Begleiter: Auf besonders nachgefragten Strecken würden 2 Zugbegleiter eingesetzt.

Flügelkonzept: Die Züge teilten sich ab Schwandorf nach Hof oder Furth auf. "Dadurch entlasten wir die Infrastruktur und können mehr Züge fahren lassen."

München-Pendler: Vor 4 Uhr solle ein Zug in Schwandorf starten, der München gegen 6 Uhr erreiche. Der letzte Zug zurück verkehre eine Stunde später als bisher um 22.44 Uhr.

W-Lan und Fahrgastinformation: In allen Zügen erhalte man Zugang zu kostenfreiem W-Lan. "Auf zwei Bildschirmen sehen Sie Echtzeitfahrgastinformation, auf einer zweiten Maske die jeweiligen Anschlüsse."

Snackpoint statt Speisewagen: Um das von der BEG geforderte höhere Sitzplatzangebot zu erreichen, verzichte man auf den Speisewagen. "Wir führen Getränke und Snacks an einem Snackpoint im Zug."

Italienische Neuwagen: 19 ältere Wagen würden durch 29 moderne aus Italien ersetzt - umgerüstet mit Steckdose und großem Tisch fürs Notebook, Türen mit Drucktasten statt Henkeln - und funktionierenden Klimaanlagen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.