Was den Landkreis stark macht

Die Zukunftspreise 2016 nahmen Thomas Hanauer (EMZ-Hanauer, Vierter von links), Richard Kurz (Zimmerei Kurz, Sechster von links), Franz Vogl (Schlossbrauerei Fuchsberg, Achter von links) und die vier Vertreter von Unipush Media (Zweiter bis Fünfte von rechts) entgegen. Sie überreichten Landrat Thomas Ebeling (rechts) und die Jurymitglieder. Bild: Götz
Wirtschaft
Schwandorf
28.11.2016
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Die Zukunftspreise des Jahres 2016 gehen nach Schwarzenfeld, Fuchsberg, Nabburg und Wackersdorf. Die Gewinner standen am Montag im Mittelpunkt eines Gala-Abends.

Seit 2010 vergibt der Verein "Partner für den Landkreis Schwandorf" jährlich die Zukunftspreise. Zum vierten Mal geschah das heuer in der Kategorie Wirtschaft, zuvor auch schon jeweils einmal in den Rubriken Bildung, Umwelt und Kultur. Schauplatz der abschließenden Gala-Veranstaltung war in diesem Jahr wiederum der futuristisch wirkende und somit gut zum Anlass passende Saal des Zweckverbandes Müllverwertung in Dachelhofen. Für deren musikalische Gestaltung sorgte die Combo des Schwandorfer Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums.

Vorsitzender Alois Hagl betonte vor über 100 Zuhörern die Ziele des Vereins: die Attraktivität des Landkreises sichern und seine weitere Entwicklung fördern. In Mitanwesenheit seines Amtsvorgängers Volker Liedtke bezeichnete Landrat Thomas Ebeling den Zukunftspreis als eine in zweierlei Hinsicht wichtige Institution: Er werde von den Gewinnern gerne entgegen genommen und mache deutlich, welche hervorragenden Leistungen in diesem Kreis erbracht werden.

Die rund zweistündige Veranstaltung moderierte der Geschäftsführer des Partnervereins, Christian Meyer. Er stellte die elf Nominierten vor: Firma Turban (CNC-Zerspanungsmechanik aus Winklarn), Asklepios Klinik Lindenlohe, Nabtaltec AG, Starworks (Werbe- und Kunststofftechnik) und Theatermacher Günther Pöhlmann (jeweils aus Schwandorf), Pharma Stulln, Unipush Media (Wackersdorf), EMZ-Hanauer (Nabburg), Schreinerei Bauer (Wackersdorf), Schlossbrauerei Fuchsberg und Zimmerei Kurz (Schwarzenfeld).

Die Preisträger ermittelte eine Jury, bestehend aus OTH-Präsidentin, Professorin Dr. Andrea Klug, Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Toni Hinterdobler, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes, dem Geschäftsführer des Ostbayerischen Technologie-Transfer-Instituts OTTI, Dr. Thomas Luck, dem ehemaligen NT-Chefredakteur Hans Klemm, der Redakteurin Christine Hochreiter sowie Partnervereinsvorsitzendem Alois Hagl.

Nach dem Festvortrag, den Professor Dr. Arnold Weissman (Nürnberg) über die "Auswirkungen der Digitalisierung auf die Geschäftsmodelle der Unternehmer" hielt (Bericht folgt), erfolgte die Preisverleihung. Die Zukunftspreise, jeweils bestehend aus einem Scheck über 1000 Euro, einer von dem Nabburger Künstler Paul Schinner kreierten Skulptur und einer Urkunde, nahmen entgegen: Richard Kurz für die Zimmerei Kurz aus Schwarzenfeld, Thomas Hanauer für EMZ-Hanauer aus Nabburg, Franz Vogl für die Schlossbrauerei Fuchsberg aus der Gemeinde Teunz und vier Repräsentanten der Unipush Media GmbH aus Wackersdorf.

Gewinner der ZukunftspreiseHandwerk: Zimmerei Kurz aus Schwarzenfeld

Die Firma versteht sich als moderne Holzhaus-Manufaktur, die Wert auf nachhaltigen ökologischen Hausbau legt. Die Häuser werden ausschließlich diffusionsoffen, also ohne Verwendung von Folien gebaut. Es wird nur der organische Dämmstoff Zellulose verwendet; zu dessen Herstellung werden Tageszeitungen zerkleinert und aufgefasert. Vorteile: Ersparnis an Heiz- und Kühlenergie, hervorragender Schallschutz, nachwachsender Rohstoff und Minderung des Kohlendioxid-Ausstoßes.

Industrie (Dienstleistung und Handel): Schlossbrauerei Fuchsberg (Gemeinde Teunz)

Sie besteht seit über 350 Jahren. 2015 wurde die Füllerei komplett erneuert, vorher der Gär- und Lagerkeller neu gebaut. Trotz vieler neuer Technik hat die Brauerei die traditionelle offene Gärung beibehalten. Tradition und Innovation stehen gleichberechtigt nebeneinander. Rohstoffe und Technik kommen größtenteils aus der Region. 2012 wurde eine Auszubildende "Beste Brauerin Deutschlands".

Kooperation Hochschule/Wirtschaft: EMZ-Hanauer aus Nabburg

Das Unternehmen entwickelt und produziert elektromechanische und elektronische Komponenten, Baugruppen und Komplettgeräte als anwendungsspezifische Problemlösungen für Geschirrspüler, Kühlschränke, Waschmaschinen und Küchenherde. Es verbindet eine langjährige Partnerschaft mit der OTH Amberg-Weiden.

Sonderpreis: Unipush Media aus Wackersdorf

Die Firma entwickelte eine Schwandorf-App, die täglich von ungefähr 2000 Personen genutzt wird. (am)


Wir wollen Leistungen würdigen, die den Landkreis in besonderer Weise beeinflussen.Alois Hagl, Vorsitzender des Vereins "Partner für den Landkreis Schwandorf"
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