Alles im grünen Bereich

Gut besucht war die Bürgerversammlung der Gemeinde Schwarzach im Gasthaus Schieder in Altfalter.
 
Amtierender Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger. Bilder: ohr (2)

Finanziell steht die Gemeinde Schwarzach nicht schlecht da. Nach einem stärkeren Abwärtstrend bei der Bevölkerungsentwicklung im letzten Jahrzehnt stagniert die Einwohnerzahl. Dem möchte man mit der Ausweisung eines Baugebietes entgegensteuern.

Schwarzach-Altfalter. Diese Themenbereiche stellte Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger bei der Bürgerversammlung im Gasthaus Schieder in Altfalter besonders heraus. Im Beisein der stellvertretenden Geschäftsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld, Kathrin Schwarz, des Breitbandpaten Alexander Schmid und des gesamten Gemeinderats freute sich Grabinger über das starke Interesse der Bürger. Sie erhoben sich zum Gedenken an den verstorbenen Ersten Bürgermeister Alois Böhm von den Plätzen.

Weniger Einwohner


Sorge bereitet die Bevölkerungsentwicklung, leitete Zweiter Bürgermeister seine 90-minütigen Ausführungen ein. Kontinuierlich sank seit 2004 die Einwohnerzahl von 1 564 um 100 auf 1 464 Personen im Jahre 2015. Sie pendelte sich aktuell auf dieses Niveau ein. Auch in der Bevölkerungsstruktur nach Altersgruppen spiegle sich diese Entwicklung wider. "Mit der Haushaltssituation lässt sich gut leben", fuhr Grabinger fort (siehe Kasten).

"Der gemeinsame Betrieb des Kindergartens St. Christophorus in Stulln ist eine gute Lösung für beide Kommunen", betonte Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger. Im laufenden Kindergartenjahr sind 71 Kinder beider Gemeinden angemeldet: aus Stulln 39 und aus Schwarzach 32. Für 10 Kinder - darunter 5 Krippenplätze - in anderen Kindergärten betrug der kommunale Anteil der Gemeinde Schwarzach 20 870 Euro im Jahr 2015.

Baugebiet andenken


Detailliert beleuchtete Grabinger die drei Baugebiete und gab einen Überblick über die Bauplatzsituation im gemeindlichen Besitz. Im "Seideläcker" in Altfalter sind die beiden restlichen Parzellen reserviert. In Wölsendorf ist ein Platz verfügbar, und in "Unterauerbach West" können noch vier erworben werden. Im Zeitraum von 2013 bis 2016 sind zum Beispiel 16 Einfamilien-/Mehrfamilienhäuser errichtet worden. Die Ausweisung eines neuen Baugebiets müsse angedacht werden. Breitbandpate Alexander Schmid, informierte über den Verfahrensweg zur Abwicklung. Der Förderhöchstsatz betrage 840 000 Euro. Die Vergabe erfolgte an die Deutsche Telekom zur Angebotssumme von circa 500 000 Euro. Beginn und Abschluss der Baumaßnahme stehen noch nicht fest. In Sachen "Mobilfunk" ist die Nachfrage noch nicht ausreichend, gab Zweiter Bürgermeister Grabinger bekannt. Die weißen Flecken sind erfasst, aber die Netzabdeckung kann noch nicht realisiert werden. "Der Gemeinde sind die Hände gebunden", so sein Fazit. Grabinger blickte auf die zahlreichen Veranstaltungen zurück und bedankte sich für das großartige Bürger-Engagement in allen Ortsteilen. Im zweiten Teil waren die Bürger an der Reihe, doch es gab keine Wortmeldung. Abschließend bedankte sich Dritter Bürgermeister Hans Gradl bei Stellvertreter Franz Grabinger für die geleistete Arbeit in den letzten Monaten.

Ein Blick auf die FinanzenZweiter Bürgermeister Franz Grabinger skizzierte eine zufriedenstellende Haushaltssituation. Das Gesamtrechnungsergebnis 2015 mit 2 956 097 Euro stieg mit dem Ansatz von 3 137 650 Euro für 2016 solide an. Zum Jahresende liege der Schuldenstand bei eventueller Inanspruchnahme eines Kredites von 100 000 Euro bei 324 874 Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Belastung von 233 Euro (im Vorjahr 197).

Zum Jahresende stehen im Sparbuch der Gemeinde als Rücklagen voraussichtlich 1 166 173 Euro. Als Haupteinnahmequellen fließen der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (714 000 Euro), die Schlüsselzuweisung (481 000) und die Gewerbesteuer (120 000) in den Gemeindesäckel. Bei den Ausgaben schlagen als größere Brocken die Kreisumlage (517 000), die Umlagen an VG/außerschulisch (260 000) sowie schulisch (95 000), die Personalkosten (188 100) und der Unterhalt von beweglichem Vermögen (120 100) zu Buche. Bei den Ausgaben im Vermögenshaushalt sind unter anderem Zuweisungen für Investitionen - zum Beispiel für den Breitbandausbau - in Höhe von 391 850 Euro vorgesehen.
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Stefan Kreuzeck aus Pfreimd | 03.11.2016 | 17:31  
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