Finanziell in ruhigem Wasser

Kämmerer Thomas Krapf erläuterte den Haushaltsplan 2016 der Gemeinde Schwarzach mit dem Gesamtvolumen in den Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 3 137 650 Euro. Bild: ohr

Die Finanzen der Gemeinde Schwarzach b. Nabburg nehmen eine sehr günstige Entwicklung. Zum Jahresende 2016 wird eine Rücklage von 1 166 200 Euro erwartet. Der Schuldenstand liegt zum gleichen Zeitpunkt bei circa 325 000 Euro. Die vorerst veranschlagten Investitionen für die Jahre 2017 bis 2019 können aus eigenen Mitteln finanziert werden.

"Ich freue mich, einen sehr positiven und ausgewogenen Haushalt für das Jahr 2016 vorlegen zu können", versicherte Stellvertreter Franz Grabinger als Sitzungsleiter im Beisein von Ersten Bürgermeister Alois Böhm. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt pendelt sich auf 165 000 Euro ein - als Mindestbetrag sind für die ordentlichen Tilgungen 62 000 Euro erforderlich.

Mit diesem Haushaltsplan, so Grabinger in seinen weiteren Ausführungen, können die Pflichtaufgaben der Gemeinde für die Bürger "ordentlich und qualitativ hochwertig" erfüllt werden. Darüber hinaus wird zukunftsweisend zum Beispiel in Breitband investiert. Der Förderbescheid über 393 000 Euro liege bereits vor.

Das Städtebauprojekt "Schlossbauernhof in Altfalter" zur Verbesserung der gemeindlichen Infrastruktur kann weiter angepackt und der Erhalt der Gemeindestraßen fortgesetzt werden. Sein Dank galt Kämmerer Thomas Krapf und weiterem Mitarbeiter Georg Bauer für die Erstellung des detaillierten Zahlenwerks.

Gegenüber dem Vorjahr steige das Haushaltsvolumen bei einer leichten Minderung des Verwaltungshaushalts unwesentlich um 59 200 auf 3 137 650 Euro, erläuterte Kämmerer Thomas Krapf. Der Vermögenshaushalt erhöhe sich um 71 500 auf insgesamt 952 600 Euro in den Einnahmen und Ausgaben. Beim eingeplanten Kredit in Höhe von 100 000 Euro handle es sich um einen Förderkredit der LfA Förderbank Bayern für den Breitbandausbau. Über den Abruf der Kreditmittel kann kurzfristig entschieden werden. Derzeit liege der Effektivzinssatz bei 0,0 Prozent. Die neuesten Steuerschätzungen weisen auf weiter steigende Einnahmen für die Städte und Gemeinden hin, resümierte der Kämmerer.

Verwaltungshaushalt


Im Überblick die wichtigsten Einnahmen des Verwaltungshaushalts (insgesamt 2 185 050 Euro).

Grundsteuer A (24 000 Euro), Grundsteuer B (73 500), Gewerbesteuer (120 000), Beteiligung an der Einkommensteuer (714 000) und an der Umsatzsteuer (13 500), Schlüsselzuweisungen (481 000) und Einkommensteuer-Ersatzleistung (57 000). Aus Verwaltung und Betrieb (insgesamt 577 900); darunter Zuweisung Kfz-Steuer/Pauschale (99 000) und Abwassergebühren (140 000).

Größere Ausgaben des Verwaltungshaushalts: Personal (188 100), sachliche Verwaltungs -und Betriebsausgaben (insgesamt 806 100), Zuweisungen und Zuschüsse (212 100); darunter Betriebskostenförderung Kitas (28 200), Umlage an den Markt für Villa Kunterbunt (22 800) und an Gemeinde Stulln für Kita St. Christophorus (62 200) und Betriebskostenübernahme Abwasserzweckverband (86 400). Sonstige Finanzausgaben (978 750); darunter Zinsen (8 400), Gewerbesteuerumlage (28 000), Kreisumlage (517 000), VG- Umlage/außerschulisch ( 260 000) und Zuführung zum Vermögenshaushalt (165 000).

Vermögenshaushalt


Einnahmen des Vermögenshaushalts: Zuführung vom Verwaltungshaushalt (165 050), Verkauf von Baugrund (75 050), Beiträge (41 000), Zuweisungen und Zuschüsse (insgesamt 561 400), darunter Abwasserbeseitigung Oberwarnbach (84 000) sowie Zuweisungen ALE für Gemeinschaftsräume FFW-Fahrzeug (48 900), Laubengang Dorfstadel/FFW-Haus (110 500), Städtebauförderung Schlossbauernhof Altfalter (50 000), Breitbandausbau (98 000), Investitionspauschale (138 000) und Kreditaufnahme (100 000).

Ausgaben Vermögenshaushalt (insgesamt 952 600), darunter Zuführung an Rücklagen (281 950), Baumaßnahmen (insgesamt 170 700), darunter Dorfstadel Altfalter/Sanierung und Gestaltung (80 000) sowie Stallgebäude (50 000) und Dorfplatz Altfalter/Gestaltungs -und Sicherungsmaßnahmen (10 000), Zuweisungen und Zuschüsse (391 850), darunter Investitionskostenzuschuss Breitbandinitiative (340 000) und Kredittilgungen (62 000).

Haupteinnahmequellen


Anhand einer Grafik verdeutlichte Kämmerer Thomas Krapf die Entwicklung der drei Haupteinnahmequellen der Gemeinde Schwarzach. Beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer - 2016 bei 714 000 Euro - kann aufgrund der Steuerschätzung ein weiterer Anstieg prognostiziert werden, so der Kämmerer in seinem Fazit. Die Schlüsselzuweisung von 481 000 Euro kann für die nächsten Jahre ähnlich angesetzt werden. Die Entwicklung der Gewerbesteuer - im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sie sich um 30 000 auf 120 000 Euro für 2016 - ist schwer abschätzbar. Planungen dieser Einnahmen sind mit hohem Risikofaktor verbunden.

Einstimmig


Der vorgelegte Haushaltsplan 2016 entsprach den Vorstellungen des Gremiums. Einhellig erteilten die Gemeinderäte dem umfangreichen Zahlenwerk ohne Aussprache die einhellige Zustimmung.
Weitere Beiträge zu den Themen: Haushalt 2016 (43)Gemeinderat Schwarzach (6)
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