Keine Kandidatur für das Bürgermeisteramt
Grabinger verzichtet

Franz Grabinger kandidiert nicht als Erster Bürgermeister. Bild: Götz

Franz Grabinger hatte in dem Jahr, als er den erkrankten und am 22. August verstorbenen Bürgermeister Alois Böhm vertrat, eine gute Figur gemacht. Viele Bürger und Gemeinderäte hätten ihn sich als Nachfolger gewünscht. Doch Grabingers Entschluss steht jetzt: "Ich bleibe Zweiter Bürgermeister!"

In einem Treffen des Gemeinderates am Montagabend gab er bekannt, dass er für die am 4. Dezember stattfindende Neuwahl nicht als Kandidat zur Verfügung stehen wird. "Mir ist diese Entscheidung alles andere als leicht gefallen", betont der 52-jährige stellvertretende Geschäftsleiter des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS) in einer Pressemitteilung.

Seit 1. Mai 2008 ist Grabinger Zweiter Bürgermeister, seit 2. Oktober 2015 meisterte er die intensive Zeit der Vertretung von Alois Böhm. "Das Amt gibt vielfältigste Gestaltungsmöglichkeiten, bietet die Möglichkeit, Menschen mitzunehmen, für Themen und Projekte zu begeistern". Gerade auch "der große Zuspruch und die positiven Rückmeldungen, die ich als Bürgermeister-Stellvertreter bei vielen Terminen und Anlässen gespürt habe und die vielen Ermunterungen, doch als Nachfolger zu kandidieren, haben meine Entscheidung nicht gerade einfacher gemacht, im Gegenteil", betont Grabinger mit Blick auf die Projekte, die erfolgreich geschultert wurden.

Doch das Amt in der Gemeinde sei ehrenamtlich, das heißt nebenberuflich wahrzunehmen. Grabinger führt das Spannungsfeld zwischen dem Beruf und dem Bürgermeisteramt mit all seinen Aufgaben und Anforderungen sowie weiteren Verpflichtungen an. Er hält es "nach einem für mich sehr intensiven Abwägungsprozess, bei dem ich in der Tat immer wieder hin und her gerissen war", mit dem Evangelisten Matthäus: "Niemand kann zwei - und ich füge hinzu: oder gar noch mehreren - Herren zugleich dienen. Jedenfalls nicht, wenn man pflichtbewusst allen Anforderungen gerecht werden möchte." Franz Grabinger zieht das Fazit, dass er gerne Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Schwarzach bleiben und seine bisherigen Erfahrungen einbringen werde: "Das ist derzeit die beste Art und Weise, wie ich mich für die Bürgerinnen und Bürger einsetzen kann." Er bietet dem neu zu wählenden Bürgermeister seine volle Unterstützung an.

Bei den Wählergemeinschaften wird man "in medias res" gehen. Bis 13. Oktober können Wahlvorschläge für das Amt des Ersten Bürgermeisters eingereicht werden. Bei der Gemeinderatswahl 2014 traten die Freien Wählergemeinschaften der Ortsteile Unterauerbach, Altfalter-Weiding-Richt, Schwarzach und Wölsendorf an. Bürgermeisterkandidat der FWG Wölsendorf war Alois Böhm, der FWG Schwarzach Ludwig Röhrer.
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