Comicausstellung eröffnet am 3. Juni
Erster Weltkrieg: Brutalität in Comics festgehalten

Kultur
Schwarzenbach
03.06.2016
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an der Saale. (dpa) Ein Jahrhundert ist seit der Schlacht an der Somme im Ersten Weltkrieg vergangen. Jetzt erinnert eine Comic-Ausstellung an das Grauen im Grabenkrieg. Das Museum für Comic und Sprachkunst in Schwarzenbach an der Saale (Bayern) zeigt Werke aus Deutschland, Frankreich und den USA in der Ausstellung "1916-2016 - Grabenkrieg im Comic", die am Freitag, 3. Juni (19 Uhr), im Erika-Fuchs-Haus eröffnet. Die Ausstellung soll an die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" erinnern, wie der Erste Weltkrieg oft genannt wird, erklärt Alexandra Hentschel, Leiterin des Hauses. "Zum Jahrestag denkt man an Dinge, an die man sonst nicht denkt." Der Amerikaner Joe Sacco zeichnet in einem meterlangen Leporello minuziös den ersten Tag der Schlacht an der Somme nach. Zwölf Meter misst die Wandtapete, die das Comic-Museum ausstellt. Von den Erlebnissen eines Militärarztes, der Realität an der Front, aber auch vom Agieren von Strategen im Hintergrund erzählen die Franzosen Alain Mounier, Patrice Ordas und Patrick Cothias. Bücher und eine Skulptur von Jacques Tardi aus Frankreich zeigen Erfahrungen der Soldaten im Krieg. Peter Eickmeyer und seine Frau Gaby von Borstel haben Erich Maria Remarques Roman "Im Westen nichts Neues" grafisch und textlich adaptiert. Trotz künstlerischer Unterschiede zeigen die Werke Parallelen, erläutert Hentschel. Im Mittelpunkt stünden die täglichen Erfahrungen der Soldaten, die Brutalität des Tötens und Sterbens in den Gräben und die Menschenverachtung der Strategie der Materialschlachten. Die Ausstellung ist von Samstag, 4. Juni, bis Sonntag, 28. August, (10 bis 18 Uhr), zu sehen. Informationen unter www.erika-fuchs.de. Bild: comicplus+ Verlag Sackmann und Hörndl 2014

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