Brunnenvertiefung soll Behinderten- und Vitalsportverein wieder Brauchwasser bescheren
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Am Ufer des Schießlweihers diskutieren Leitender Regierungsdirektor Norbert Dirscherl, Vize-Landrat Albert Nickl, Petra Dettenhöfer, Schwarzenbachs Bürgermeister Thorsten Hallmann, BSV-Chefin Sabine Birner, Abteilungsdirektorin Dr. Angelika Regner-Hutter, BSV-Geschäftsführer Erich Zänger und Sportwart Teddy Östreicher über den Wassermangel. BIld: bey
Lokales
Schwarzenbach
26.11.2014
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In den Toiletten des Behinderten- und Vitalsportvereins Weiden (BSV) am Schießlweiher wird noch bis zum Frühjahr Wasser fehlen. Doch dann soll ein Brunnen vertieft werden, so dass wieder genug Brauchwasser zur Verfügung steht. Diese Lösung skizzierte Lothar Höher beim Ortstermin.

Das Treffen hatte CSU-Landtagsabgeordnete Petra Dettenhöfer eingefädelt. Der Hintergrund: Die Behindertensportler hatten sich im Sommer beklagt, dass ihnen für die Toiletten das Wasser fehlt, weil die Regierung der Oberpfalz im Weiher den Pegel senkt, um Renaturierungsmaßnahmen voranzutreiben. Somit fehlt der Druck auf den Leitungen des BSV.

Autarke Versorgung mit Brauchwasser nötig

Wie Leitender Regierungsdirektor Norbert Dirscherl aus Regensburg erklärte, liegt die Ursache vor allem im Flachbrunnen auf dem angrenzenden Vereinsgelände. Dessen Wasserspiegel korrespondiert mit dem des Schießlweihers. Sinkt also der Pegel aus irgendwelchen Gründen, geht dem Brunnen auch das Wasser aus. Zuletzt habe es auch zu wenig geregnet, denn der Weiher speist sich nur von oben.

Dirscherl erklärte, dass es falsch sei, dass der Weiherpächter den Wasserspiegel abgesenkt habe. Das sei allein schon deshalb unlogisch, weil er selbst Hechte und Zandern eingesetzt habe. Der Regierungsvertreter kündigte aber auch an, dass in etwa drei Jahren der Schießlweiher einen Sommer lang trockengelegt werde. Deshalb seien Maßnahmen notwendig, um das Vereinsgelände autark mit Brauchwasser zu versorgen.

Vorschlag zur Güte

Der nachfolgende Blick in den Brunnenschacht zeigte die Ursache des Übels: Der Brunnen ist zu flach und hat deshalb kaum noch Zufluss aus dem Grundwasserbereich und aus dem Weiher. Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher machte gleich kurz nach seinem Eintreffen einen Vorschlag zur Güte.

Die Vereinsführung solle beim Bezirk auf ihre Tätigkeit zugunsten behinderten Menschen hinweisen und um finanzielle Hilfe bitten. Gleichzeitig kündigte er an, in die Hilfe nach Möglichkeit auch die Stadt Weiden einzubeziehen.
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