Kreis zahlt vorrangig nur Schülerbeförderung nach Eschenbach - Sperrmüll erst kurz vor Abfuhr ...
Kein Geld für Zugfahrt nach Weiden

Lokales
Schwarzenbach
26.01.2015
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Die Anregungen aus der Bürgerversammlung vom November diskutierte jetzt der Gemeinderat. Als ärgerlich und störend empfinden Bürger den Sperrmülltourismus. Bereits Tage vor der Abholung fielen die Interessenten ein und laden den bereitgestellten Müll - und manchmal sogar noch mehr Sachen - ins Auto. Oder es werden Sachen vor der Hofeinfahrt abgeladen, weil die Sperrmüllsucher etwas Besseres gefunden haben.

Dies sei soweit gegangen, dass auf einem Parkplatz im Ort eine Sammel- und Tauschstelle eingerichtet worden sei. Aus der Bürgerversammlung kam die Anregung, eine zentrale Sammelstelle für die Sperrmüllabholung einzurichten. Ein anderer Vorschlag lautete, den Müll auf Abruf und nicht mehr an einem öffentlich bekannten Termin abzuholen.

Bürgermeister Thorsten Hallmann (SPD) erklärte, dass die Müllentsorgung Aufgabe des Landkreises sei. Die Gemeinde könne hier keine Lösung anbieten, die Kosten verursachen würden. Die Räte sprachen sich einhellig dafür aus, die bisherige Regelung beizubehalten. Ihre Empfehlung lautete, den Sperrmüll erst kurz vor dem Abholtermin vors Haus zu stellen.

Die Verordnung über die Straßenreinigung und Schneeräumpflicht wird denen der Verwaltungsgemeinschaft angepasst. Künftig muss nur noch ein ein Meter breiter Streifen entlang der Grundstücksgrenze geräumt werden. Bisher waren es 1,50 Meter.

Wegen der Kostenfreiheit des Schulweges hatte Hallmann beim Landrat vorgesprochen. Derzeit gibt es eine Erstattung der Fahrtkosten nur für den Besuch von Gymnasium und Wirtschaftsschule in Eschenbach. Kinder und Jugendliche, die mit dem Zug nach Weiden fahren bekommen nur dann eine Erstattung, wenn die Bildungsstätte Fächerschwerpunkte hat, die es in Eschenbach nicht gibt. Das Gremium sprach von einem Standortnachteil.

Hallmann berichtet, dass der Kreis dieses Vorgehen beibehalten wolle. Sonst fürchte die Behörde wegen der Zusatzkosten eine Beanstandung der Aufsichtsbehörde. Hallmann empfahl betroffenen Eltern, die regionalen Landtagsabgeordneten um Unterstützung zu bitten.

Weiterhin informierte der Rathauschef über geplante Aktionen der IRE Kulmregion. So sei geplant, den Freizeitsee Dießfurt touristisch weiter zu entwickeln, den Bahnhof in Schwarzenbach aufzuwerten, eine Akku-Ladestation im örtlichen Dorfladen zu fördern und einen Teil einer geplanten regionalen Gartenschau auf dem Schulgelände zu installieren. Die Gemeinde erhalte außerdem 50 000 Euro Stabilisierungshilfe. Davon müssen 40 000 Euro zur Tilgung der Kredite und der Rest für die Innensanierung der Schule verwendet werden.

Außerdem stellte der Gemeinderat die Jahresrechnung mit einem Gesamtvolumen von rund 3,6 Millionen Euro fest und entlastete den Bürgermeister.
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