Mehr als Fahnenträger

17 Feuerwehrleute zeichneten Kreisbrandrat Richard Meier, Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer (Elfter und Achter von links), Kreisbrandmeister Jürgen Haider, die Bürgermeister Thorsten Hallmann (Zweiter und Erster von rechts) Franz Groß und Max Schwärzer (von links) für 40 oder 25 Jahre aktiven Dienst aus. Bild: bjp
Lokales
Schwarzenbach
21.10.2015
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Um zu helfen, gehen sie durchs Feuer, ehrenamtlich und jederzeit: die Aktiven der Feuerwehren. Die Verwaltungsgemeinschaft Pressath sagte nun dafür Danke.

"In vielen Orten sind die Wehren Herz der Dorfgemeinschaften, ihre Sicherheits- und Ordnungsdienste machen Veranstaltungen erst möglich", sagte Bürgermeister Thorsten Hallmann bei der Ehrung von 17 "Löschzüglern" aus der Verwaltungsgemeinschaft Pressath im Gasthof Stark.

Eine Veranstaltung von "ganz besonderer" Bedeutung nannte Landrat Andreas Meier den Festakt und lobte die Feuerwehrleute als fundiert ausgebildete Allrounder, die nicht selten in schweren Einsätzen bis an die Grenzen des Erträglichen gefordert würden. Mehr als unangemessen sei es, wenn Bürger immer noch alten Zerrbildern anhingen, wonach sich der Feuerwehrdienst hauptsächlich in Fahnentragen und Festbesuchen erschöpfe. Bei Geräteneuanschaffungen falle mitunter gar der despektierliche Satz: "Schon wieder ein Spielzeug für die Wehr?"

Diese "Spielzeuge" seien unabdingbar, um Eigentum, Gesundheit und Leben zu schützen. Freilich, so Meier, sei die Technik wertlos ohne Männer und Frauen, die sich für eine Aufgabe entschieden, die viel Zeit und Kraft erfordere und wenig Dank einbringe: "Umso wichtiger sind öffentliche Gesten der Anerkennung wie diese."

Ebenso sah es Kreisbrandrat Richard Meier: "Ihr steht zu eurer Sache." Auch die Kommunen schätzten die Arbeit und sorgten für Ausstattung: "Nichts davon ist Luxus, jedes Gerät, mit dem nur ein Menschenleben gerettet wird, ist gut bezahlt." Besonders dankte Meier der Feuerwehr Dießfurt für die Übernahme des Atemschutzdienstes und dem Landkreis für den Beitrag zum Bau der Atemschutzübungsanlage in Windischeschenbach-Neuhaus.

Einig waren sich alle in der Hoffnung, dass es künftig nicht an Nachwuchs fehlen möge, und in ihrem Dank an die Familienangehörigen der Aktiven. "Versagt euren diensttuenden Partnern und Eltern nie euren Rückhalt und euer Verständnis", wünschte sich Kreisbrandrat Meier.
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