Mit Kameradschaft ans Ziel

Ein imposanter Festzug, angeführt von der Blaskapelle Thanhausen, bewegte sich von der Pfarrkirche zum neuen Feuerwehrhaus. Bild: kro
Lokales
Schwarzenbach
01.07.2015
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Sie können nicht nur mit Löschschaum und Schläuchen umgehen. Beim neuen Gerätehaus waren die Schwarzenbacher Brandschützer auch routinierte Bauhelfer. Tausende Stunden werkelten sie für den Neubau.

Das dürfte weit über die Region hinaus einmalig sein: Über 10 000 Arbeitsstunden leisteten die Mitglieder der Feuerwehr und der Dorfgemeinschaft für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Am Sonntag wurde das Gerätehaus mit der kirchlichen Segnung durch Pfarrer Johann Hofmann offiziell seiner Bestimmung übergeben. Dank dieses Engagements hielten sich die Kosten im Rahmen. Nach Abzug der Zuwendung verblieben für das 250 000 Euro teure Projekt noch 17 000 Euro, die der Feuerwehrverein Schwarzenbach trägt, berichtete Bürgermeister Alfred Stier.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete ein Festgottesdienst in der Schwarzenbacher Pfarrkirche, ehe die Vereine, angeführt von der Blaskapelle Thanhausen zum neuen Feuerwehrhaus marschierten. Dort freute sich Gregor Beer, der Vorsitzende der Schwarzenbacher Wehr, über viele Ehrengästen, darunter auch Kreisbrandinspektor Lorenz Müller. Beer erinnerte, dass aufgrund der räumlichen Enge im alten Gerätehaus und dem gleichzeitigen Grundstücksbedarf am bisherigen Standort ein Neubau nötig war. Die Stadt habe ein Ersatzgrundstück zur Verfügung gestellt und die Wehr auch bei den Baukosten finanziell unterstützt.

Zwei Jahre Bauzeit

Nach zweijähriger Bauzeit könne man nun voller Stolz das neue Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben. Beer dankte noch einmal ausdrücklich allen Helfern, die mit ihren Arbeitsstunden dazu beitrugen, dass dieses Bauwerk nahezu vollständig in Eigenleistung erstellt werden konnte. Stellvertretend für alle nannte er 2. Bürgermeister Michael Schedl, Bauplaner Christian Friedl und vor allem Kommandant und Bauleiter Thomas Schüssler. Sein Dank galt auch den Landwirten für ihre unentgeltliche Unterstützung.

Gerade die hohe Anzahl der ehrenamtlich geleisteten Stunden zeugen laut Beer von einer guten Kameradschaft innerhalb der Wehr. Die Schwarzenbacher Wehr sei nun für die Zukunft gerüstet. Neben zwei Stellplätzen für die Fahrzeuge beinhalte das neue Feuerwehrhaus einen Jugendraum und im Dachgeschoss einen Schulungs- und Versammlungsraum. Landrat Wolfgang Lippert zeigte sich begeistert von diesem ehrenamtlichen Engagement. "Hier wurde mit Herzblut gearbeitet!" Entstanden sei ein Haus, das allen Ansprüchen genüge. Mit der Schaffung eines Jugendraumes sei auch an die Zukunft der Wehr gedacht worden. Aus dem Sparkassenfonds überreichte Lippert eine Spende in Höhe von 1000 Euro an Vorsitzenden Gregor Beer. Auch MdB Reiner Meier zeigte sich mehr als beeindruckt vom Engagement. Meier verwies darauf, dass die Schwarzenbacher Wehr nun höheren Ansprüchen gerecht werde, zum Schutze und zur Sicherheit der Bürger. Für die oft gefahrvollen Einsätze sei eine moderne Ausrüstung nötig, so Meier.

Was das Schwarzenbacher "Bau-Kompetenzteam" hier auf die Beine gestellt habe, sei sensationell, lobte Alfred Stier. Entstanden sei ein generationsübergreifendes Bauwerk, an dem rund 100 Menschen mitgewirkt haben. "Ihr habt die Feuerwehr Schwarzenbach vererbbar gemacht", so Stier. Mit diesem Engagement hätten die Schwarzenbacher der Stadt Bärnau viel Geld erspart.

Meisterhafte Ausführung

Auch Kreisbrandinspektor Lorenz Müller sparte nicht mit Lob. Er verwies zudem darauf, dass dies kein Luxus-, sondern ein Zweckbau sei, dessen Ausführung jedoch ein Meisterwerk ist. Jede Menge Handarbeit sei nötig gewesen, bis dieses Gemeinschaftswerk entstanden sei. Dabei dankte er besonders der Baufirma Bäuml aus Dippersreuth, die ein Partner der Feuerwehren sei. Nun könne die praxisorientierte Ausbildung erfolgen, die Schwarzenbacher Wehr sei für die Zukunft gerüstet. Beim anschließenden Fest spielte die Blaskapelle Thanhausen zünftig auf.
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