Pomologe Michael Altmann erklärt den Umgang mit der Sauerkirsche
Ein Schnitt, der nicht weh tut

Pomologe Michael Altmann (mit blauer Mütze) erklärt den Kursteilnehmern den Obstbaumschnitt. Bild: hhn
Lokales
Schwarzenbach
17.07.2015
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Michael Altmann hatte gerufen und die Hobbygärtner kamen. Der Pomologen zeigte in seinem Garten, wie man mit der Heckenschere einen größeren Sauerkirschenbaum ohne viel Zeitaufwand beschneidet. "Die Sauerkirsche nimmt so etwas nicht übel", erklärte Altmann. Sie brauche nach der Ernte einen strengen Schnitt, damit sie viel neues Holz austreiben kann. Nach kurzer Einweisung durften die Teilnehmer selbst ran.

Altmann empfahl pilzfeste Rebsorten zu beziehen, um sich eine chemische Behandlung zu sparen. Beim Pfirsichschnitt stellte Altmann den "Koblenzer Weinbergpfirsich" vor, der weitgehend "kräuselkrankheitsfrei ist". Dieser rotfleischige Pfirsich sei eine Sorte, "die man gerne empfehlen kann".

Beim Birnenspalier an der Hauswand empfahl Altmann einen doppelten Schnitt: " Einmal den Frühjahrsschnitt und dann das Pinzieren, um die Blattknospen zu Blütenknospen umzufunktionieren". Altmanns nutzt bei seinen Brinen der Sorte "Gräfin von Paris" eine Wand aus einem anderen Grund: sie gibt Nachts die gespeicherte Wärme an die Birnenfrüchte ab. Nur so liefere die "Gräfin" gute Früchte. Beim abschließenden Rundgang gab Altmann quasi im Vorbeigehen weitere Tipps zu Obstsorten, Schnitt- und Veredelungstechniken.Altmann lud zum Schluss zur Obstausstellung mit Obstsortenbestimmung am 3. Oktober ein.
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