Gemeidnerat beschließt Straßensanierung
Winterdienst fährt vorbei

Politik
Schwarzenbach
17.05.2016
11
0

Bevor der Gemeinderat über eine Friedhofsmauer entscheidet, will er die Kosten genau wissen. Dagegen beschloss er, die Schlaglochstrecke von Pechhof nach Hütten auf Vordermann zu bringen, aber im Winter nicht mehr zu räumen.

Bürgermeister Thorsten Hallmann schlug vor, die Straße vom Winterdienst auszunehmen, um sie zu schonen: "Sonst werden derartige kostspielige Instandsetzungsmaßnahmen in fünf bis sechs Jahren erneut fällig." Im Kreisgebiet gebe es auch andere Gemeindeverbindungsstraßen, bei denen man auf Räum- und Streudienst verzichtet. Die Gemeinderäte stimmten zu.

Für die Neubefestigung des Parkplatzes beim Sportheim werden Angebote eingeholt. Denkbar ist ein Belag, der auch eine sportliche Nutzung etwa für Rollhockey oder Asphalteisstock erlaubt.

Zurückgestellt wurde die Entscheidung, wie der 62 Meter lange nördliche Teil des Friedhofs eingegrenzt werden solle. Zurzeit, so Bürgermeister Thorsten Hallmann, wachse hier eine Thujenhecke, deren Wurzeln bis in die Gräber wucherten. Ein 1,50 Meter hoher Holzlattenzaun mit Granitsäulen würde etwa 15 000, ein ebenso hohes Gabionenband 19 000 und eine Kunststeinmauer mit naturähnlich aussehenden Betonsteinen 23 000 Euro kosten. "Die Friedhofsbesucher scheinen keine dieser Lösungen klar zu favorisieren", resümierte Hallmann das Ergebnis erster Gespräche.

Auch im Gemeinderat schieden sich die Geister: Während die Fraktionssprecherinnen Sabine Thumfart (FWG) und Anja Kirschsieper (SPD) für die als pflegeleicht geltenden Gabionen plädierten, lehnte Alfons Przetak (CSU) dies ab. "62 Meter Gabionen sähen bescheiden aus, urteilte der Vizebürgermeister. Zudem könnte sich angewehte Ackererde darin fangen und zu unerwünschtem Wildkrautbewuchs führen. Das bedeute aufwendige Reinigungen.

Haltbarste und bei Friedhöfen üblichste Variante sei eine Mauer. Doch sei in puncto Pflegeaufwand, Haltbarkeit und Aussehen sei auch der relativ günstige Latten-Beton-Zaun diskutabel.

Hallmann beurteilte die Dauerhaftigkeit einer Holzkonstruktion im Vergleich mit den anderen Optionen als mäßig. Eine Kunststeinmauer sei zu teuer. Das Gleiche galt nach Hallmanns und Przetaks Einschätzung für eine von Richard Landgraf (SPD) angeregte Betonfertigteilmauer.

Als günstige Alternative, so das Gemeindeoberhaupt, habe der Bauausschuss einen anthrazitfarbenen Metallzaun empfohlen, der mit einem pflegeleichten Grünbewuchs verbunden werden könnte. Alfons Przetak schlug eine verputzte Betonsteinmauer in vereinfachter Form vor.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.