Gemeine sucht weitere Anteilszeichner
Leader für den Dorfladen

Anteile für die Schwarzenbacher Dorfladengesellschaft sind gefragt. Gemeinderat und Bürgermeister hoffen, dass dies so bleibt und wollen für die Zeichnung noch stärker die Werbetrommel rühren. Bild: bjp
Politik
Schwarzenbach
17.11.2016
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Auf 23.400 Euro ist das Dorfladen-Startkapital in Form von Bürgeranteilen bereits gewachsen. Arbeitskreis und Gemeinde wollen das finanzielle Fundament weiter festigen. Bürgermeister Thorsten Hallmann stellt eine Idee dazu in der Gemeinderatssitzung vor.

"Wir arbeiten an einem Förderantrag für einen Zuschuss aus dem Leader-Programm zum Kauf der Ladeneinrichtung", berichtete der Rathauschef. Die Fraktionen stimmten zu. Es geht um 200.000 Euro aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm "Kleine Städte und Gemeinden" für 2017. Zudem hoffen die Initiatoren darauf, dass noch mehr Schwarzenbacher Anteile an ihrem Laden kaufen. Deshalb werde der Dorfladenbeirat in den nächsten Wochen persönlich bei den Bürgern anklopfen und werben.

"Die Bevölkerung verfolgt die Entwicklung sehr aufmerksam und hofft, dass die Umbauarbeiten bald beginnen", freute sich Hallmann. Gesucht werde noch ein Geschäftsführer, der bereit sei, diese Aufgabe zumindest anfangs ehrenamtlich zu übernehmen. Einzelheiten gingen aus der Stellenausschreibung in der nächsten "VG aktuell"-Ausgabe hervor, die am 20. November erscheine. Der Bürgermeister merkte noch an, dass alle behördlichen Stellungnahmen zum Dorfladenprojekt inzwischen vorlägen und dankte der Stadtbau Amberg für ihre Beratung.

Zuschuss für Pfarrhof


Vorerst abgelehnt hat das Landratsamt einen Antrag der Gemeinde, der Bürgerladengesellschaft die Pflicht zur jährlichen Begutachtung des Jahresabschlusses durch einen Wirtschaftsprüfer zu erlassen (wir berichteten). "Zumindest für das erste Betriebsjahr soll diese Prüfung keineswegs entfallen", fasste Thorsten Hallmann die Stellungnahme aus der Kreisstadt zusammen. Die Gemeinde werde sich jedoch bemühen, die Kosten möglichst niedrig zu halten.

Zügig schreiten die Bauarbeiten in der westlichen Hauptstraße voran: "Am 8. und 9. Dezember soll die Tragdeckschicht der Fahrbahn aufgetragen werden", kündigte der Bürgermeister an.

Für die Pfarrhofsanierung liege ein vorläufiger Bescheid der Regierung über 450 000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) vor, doch seien dort noch einige weitere Unterlagen vorzulegen. 325 000 Euro an Fördermitteln aus dem Städtebauförderprogramm lässt die Gemeinde für die Fortführung des dritten Bauabschnitts der Ortskernmodernisierung vormerken. "Der muss 2017 fertiggestellt und abgerechnet werden", mahnte Hallmann. Größter Posten in den kommenden Jahren sind 247 000 Euro für die Neugestaltung der Kreuzung Hauptstraße/Pressather Straße in einem weiteren Bauabschnitt.

Als "Aufwertung der Gemeinde" begrüßte die Räte die Bauvoranfrage von Harry Nomayo, an der Pechhofer Straße zwischen dem Grundstück Bocksacker 2 und dem Friedhof eine Tierarztpraxis zu bauen. Mit 7:3 Stimmen wurde der Antrag eines Münchner Tierhilfevereins und einer Frau aus Neubiberg abgelehnt, das Grudnstück am Walbenweiher 5 einzuzäunen, da dort zwölf Hunde gehalten werden sollen. Es sei nicht klar, ob hier eine Tierpension oder eine Hundezucht entstehen sollten. Den Antrag soll nun das Landratsamt prüfen.
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