Helle Aussichten für Schwarzenbachs Dorfladen
Anbau kommt, Terrasse entfällt

Politik
Schwarzenbach
08.06.2016
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Gute Aussichten für Schwarzenbachs Dorfladen: Positiv nehmen Gemeinderat und Bürger-Arbeitskreis den abgewandelten Entwurf von Architekt Klaus Stiefler für den Umbau der früheren Raiffeisenbank auf.

Die augenfälligste Neuerung: Die ursprünglich angedachte Freiluftterrasse mit Sitzplätzen an der belebten Einmündung der Parksteiner Straße in die Hauptstraße wird entfallen.

"Sie hatten uns zu bedenken gegeben, dass die Terrasse nur sehr klein ausgefallen wäre und zudem wegen des Höhenunterschieds zum Gehsteig eine Absturzsicherung benötigt hätte", begründete Stiefler diese Änderung. Teil der Planung bleibe allerdings der holzverkleidete und großzügig verglaste Dorfcafé-Anbau: "Durch die Holzverschalung entsteht ein Pendant zur Dorflaube und damit eine gestalterische Kontinuität und Abrundung in diesem Einmündungsbereich." Im Gebäude selbst werde eine Teeküche für das Personal eingerichtet und dafür der Lagerraum verkleinert.

Personalräume seien auch im Dachgeschoss vorgesehen, informierte der Architekt. Weitere Änderungen dienten vor allem der Barrierefreiheit und Sicherheit, nicht zuletzt auch mit Blick auf die Verhinderung von Ladendiebstählen. Flache Rampen und eine automatische Schiebetür eröffneten Rollstuhlfahrern einen leichten Zugang zu Laden und Café, versprach Klaus Stiefler: "Wir folgen damit den einschlägigen Vorschriften." Für Ladenlokal und Dorfcafé stünden 117, für Lagerraum und Teeküche weitere 15 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Die von dem Fachmann präsentierte Kostenschätzung ließ die Versammlungsteilnehmer aufhorchen: Mit gut 192 000 Euro könnte der Café-Anbau zu Buche schlagen, mit weiteren 120 000 die Altbau-Umgestaltung.

Bei den Kosten für den Anbau sei aber zu bedenken, dass hierfür vorhandenes Pflaster entfernt und neue Fundamente gelegt werden müssten, erläuterte der Referent. Keine Rolle spiele dagegen die Bauausführung mit massivem Mauerwerk: "Eine Holzkonstruktion käme allenfalls um etwa 1200 Euro billiger." Alles in allem gebe es aber einige Punkte, über deren Notwendigkeit man sprechen könne. Im Hinblick auf die Verhandlungen über einen 60-prozentigen Zuschuss aus Städtebaufördermitteln empfahl Stiefler, einstweilen von der vorliegenden Berechnung auszugehen, zumal der Zuschuss ja erst nach Abschluss der Bauarbeiten aufgrund der tatsächlichen Kosten kalkuliert und ausbezahlt würde.

Die Aussichten auf eine Förderung beurteilte der Ortsplaner optimistisch: "Erst kürzlich haben die Medien über die sich verschlechternde Nahversorgungssituation in der Nordoberpfalz berichtet. Der Sinn der Städtebauförderung ist ja, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, und da kommt man an einem Zuschuss für derartige Vorhaben fast nicht vorbei." Zuversichtlich zeigte sich Bürgermeister Thorsten Hallmann: "Die Gesprächsbereitschaft bei der Regierung ist gegeben. Es ist schon ein gutes Zeichen, dass schon diese Machbarkeitsuntersuchungen gefördert werden."

Lagerplatz für LeergutBei der Dorfladenversammlung regte ein Besucher an, außerhalb des Gebäudes Stauraum zum Abstellen von Leergut, Paletten und Abfällen vorzusehen. Hierfür sprach sich auch Bürgermeister Thorsten Hallmann aus: "Im Gebäude selbst erlauben die Raumverhältnisse nicht, Leergut und Ähnliches zu lagern." Architekt Klaus Stiefler, Arbeitsgruppe und Räte kamen überein, hierfür an der Ostfassade einen Anbau vorzusehen, wobei eine große Mehrheit einverstanden war, den dort verlaufenden Fußweg zu überbauen. Lediglich ein Versammlungsteilnehmer votierte dafür, den Anbau so schmal auszuführen, dass der Weg erhalten bleibe. (bjp)
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