Neueigkeiten zum Dorfladen
Bank geht, Laden kommt

Politik
Schwarzenbach
11.12.2015
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Die Raiffeisenbank schloss zum Monatswechsel ihre Schalter. Doch im Frühjahr 2017 soll neues Leben in das von der Gemeinde erworbene Haus am Pfarrer-Pichl-Platz einziehen.

Mit Freude berichtete Bürgermeister Thorsten Hallmann in der Bürgerversammlung im Gasthof Stark von den Fortschritten des Dorfladenprojekts seit der Gründung der Bürger-Arbeitsgruppe im April 2015.

"Die Gruppe investiert viel Zeit in ihre Arbeit und wartet mit ausgezeichneten Ideen auf", freute sich Hallmann. Die jüngsten Etappen seien eine Arbeitsgruppensitzung mit dem versierten Dorfladenberater Wolfgang Gröll, die Fertigung von Gebäudeplänen durch Daniel Walberer sowie die Vergabe von Arbeitsaufträgen zu den potenziellen Geschäftsfeldern Bäcker, Metzger, regionale Produkte und Post. Nächste Schritte seien eine Machbarkeitsstudie sowie ein langfristig tragfähiges Betriebskonzept. Auch um Fördergelder aus dem Leader- und dem Städtebauförderprogramm werde man sich bemühen: "Erste Gespräche mit den Förderstellen haben wir geführt, für die Machbarkeitsstudie hat die Regierung der Oberpfalz bereits die Förderung aus Städtebaumitteln angekündigt."

Erfreut zeigte sich Hallmann über die Fertigstellung der Kinderkrippe: "Alle Krippenplätze sind belegt, und so wird es wohl auch im nächsten Jahr sein - das spricht für sich." Von den Baukosten trage der Freistaat 223 000, die Gemeinde 123 000 und die Kirche 37 000 Euro. Die derzeit gesperrten Außenanlagen des Kindergartens würden im kommenden Jahr instandgesetzt. Über 50 000 Euro habe die Gemeinde heuer und im Vorjahr in die Schulhaussanierung fließen lassen. Gute Erfahrungen habe man nicht zuletzt mit der Kombiklasse gesammelt. 14 Schüler nutzen die von der Gemeinde getragene Mittagsbetreuung. Das im Schuljahr 2014/15 entstandene Defizit von 5000 Euro übernehme die Gemeinde. Um die finanzielle Basis zu verbreitern, denke man über die Gründung eines Fördervereins nach. Rege genutzt habe die Bevölkerung das Ferienprogramm der Vereine. Erstmals habe die Gemeinde die Teilnahme an den "Learning Campus"-Ferienangeboten bezuschusst. Erwogen würde die Wiedereinrichtung einer Mutter-Kind-Gruppe.

Baulich abgeschlossen seien die Bauabschnitte I und II der Ortskernerneuerung. Im Spätsommer oder Herbst 2016 solle der Startschuss für Bauabschnitt III fallen. Hallmann rechnet mit Kosten von 500 000 bis 600 000 Euro.

Kontroversen hintenanstellenMit Flüchtlingszuweisungen müsse die Gemeinde derzeit nicht rechnen, informierte Bürgermeister Thorsten Hallmann bei der Bürgerversammlung. Auf längere Sicht sei ein Zuzug von drei oder vier Familien denkbar. Erfreulich sei, dass Privatpersonen Wohnraum für Flüchtlinge gemeldet hätten. Die Gemeinde besitze keine ungenutzten Liegenschaften. Hallmann rief auf, angesichts der "Kraft des Faktischen" politische Kontroversen hintenanzustellen: "Diese Menschen sind da, und wir sollten uns dem moralischen Auftrag stellen. Ich bin mir sicher, dass wir das hinbekommen." (bjp)
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