Alt und knackig
Experten: Traditionelle Obstsorten feiern Comeback

Schaulaufen für pralle Rundungen. Die Gesellschaft für Pomologie und Obstsortenerhaltung Bayern zeigte in Schwarzenbach, dass es dafür weder Catwalk noch Bikinis braucht. Bild: hfz
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Schwarzenbach
07.10.2016
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Im Gedenken an Pfarrer Korbinian Aigner (1885 bis 1966) hatte die Gesellschaft für Pomologie und Obstsortenerhaltung Bayern auf dem Grund von Michael Altmann eine große Obstausstellung aufgebaut. Pfarrer Aigner war bekannt geworden durch den im Konzentrationslager Dachau aus Kernen gezogenen "Korbiniansapfel KZ 3".

Für die Schau hatte Altmann besonders solche Äpfel zusammengetragen, die in der nördlichen Oberpfalz gut kultiviert werden können. Wie wertvoll und erhaltenswert alte Apfelsorten sind, können vor allem Allergiker bestätigen, die auf neuere Züchtungen reagieren. Durch die Einkreuzung von altem Gut wird der Obstbau außerdem resistenter gegen Krankheiten.

Bei der Sortenbestimmung hatte Altmann mit seinem Team einiges zu leisten. Bewusst hielt es fest, wo alte oder besondere Apfel- und Birnensorten vorkommen. Dies ist wichtig, weil man über Edelreiser diese Sorten wieder erhalten und züchten kann.

Als Glücksfall sah es Altmann an, dass Forstdienstleute einige Apfelsorten aus den aufgelassenen Ortschaften im Truppenübungsplatz vorlegten, die in Geschmack, Aroma und Aussehen nichts vergleichbares in den heute bekannten Sorten vorweisen.
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