Dorfladen Schwarzenbach
Hälfte der Etappe zurückgelegt

Infos zum Dorfladen gibt es am Sonntag im frühreren Raiffeisenbankgebäude. Bild: bjp
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Schwarzenbach
12.09.2016
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"Die Hälfte der Etappe haben wir zurückgelegt", zeigt sich Bürgermeister Thorsten Hallmann in der Gemeinderatssitzung vom Interesse am Dorfladen zufrieden. 64 Personen haben bereits Anteile im Wert von 18 900 Euro erworben, hinzu kommt eine Spende von 200 Euro.

Um die finanzielle Basis noch weiter zu festigen, werde der Dorfladen-Arbeitskreis das Backofenfest am Sonntag, 11. September, mit einem Informationstag verbinden, informierte Hallmann. Ab 13.30 Uhr öffnet in der früheren Raiffeisenbank, dem künftigen Dorfladen-Domizil, eine Ausstellung mit Informationsstand und 3-D-Animation der Innenraumgestaltung.

Nach abschließender Klärung förderrechtlicher Fragen wird der Gemeinderat am 4. Oktober über den förmlichen Durchführungsbeschluss für die Um- und Anbauten beraten.

Hallmann hofft, dass die Förder- und Bauanträge bis Weihnachten genehmigt sind, so dass die Gemeinde im Januar die Bauarbeiten ausschreiben kann. Deren Startschuss soll "so bald wie möglich" fallen. Klären muss die Kommune auch, ob der Bürgerladengesellschaft von der jährlichen Begutachtung durch einen Wirtschaftsprüfer freigestellt werden kann. Diese Verpflichtung schreibt das Gesetz vor, wenn eine Gemeinde mit mehr als 25 Prozent an einer Gesellschaft beteiligt ist.

Ein solcher Prüfbericht, betonte der Bürgermeister, kostet jedes Mal mindestens 5000 Euro. "Das steht in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Geschäftserträgen." Eine Ausnahme sei unter bestimmten Bedingungen aber möglich. "Eine solche Prüfungspflicht ist bei großen Geschäftsbetrieben mit schwer zu durchschauenden Strukturen sinnvoll, aber bei einer kleinen Dorfladengesellschaft sind Transparenz und Überschaubarkeit gewahrt. Da sollte man doch die Kirche im Dorf lassen", mahnte Hallmann.

Immerhin gehörten Gemeinderatsmitglieder dem Beirat der Unternehmergesellschaft (UG) an. Zu der Gesellschafterversammlung würden die Jahresabschlüsse offengelegt, und der kommunale Prüfungsverband könne zusammen mit den Gemeindefinanzen die Rechnungsführung des Ladens prüfen. "Die Bürger, die sich für ihren Laden engagieren und beträchtliche Summen in die Trägergesellschaft einzahlen, werden es sich keinesfalls nehmen lassen, den für die Geschäftsführung Verantwortlichen auf die Finger zu schauen", schätzte Hallmann.

Aus der UG zurückziehen sollte sich die Gemeinde keinesfalls: "Die kommunale Beteiligung stiftet Vertrauen und ist ein stabilisierendes Element." So sah es auch der Gemeinderat, der einstimmig beschloss, einen Antrag auf Befreiung von der Prüfpflicht zu stellen.
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