Mädchen wird im Freizeitsee Dießfurt von Seebewohner gebissen
Blutiger Biss im Badesee

Der Badesee in Dießfurt bei Pressath (Kreis Neustadt/WN). Hier wurde ein achtjähriges Mädchen gebissen. Mediziner und Fischer gehen davon aus, dass es kein Fisch war. Bild: ade
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Schwarzenbach
10.08.2015
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Die Bissspuren ober- und unterhalb des rechten Ellenbogens des achtjährigen Mädchens. (Bild: ade)

Eine Abkühlung nach einem heißen Sommertag. Eine Familie wollte den Tag mit einem kurzen Bad am Freizeitsee Dießfurt bei Pressath ausklingen lassen. Da wird plötzlich die achtjährige Tochter der Familie gebissen. Aber wohl nicht von einem Fisch.

Das achtjährige Mädchen aus Schwarzenbach (Kreis Neustadt/WN) badete am Donnerstagabend mit seinen Brüdern im kleinsten, südlichen Dießfurter Badesee im hüfthohen Wasser, als plötzlich "etwas aus dem Wasser sprang und das Kind in den Ellenbogen biss". Nach Aussage der Ärzte war es definitiv kein Fisch.

Kein Panik auslösen

"Eigentlich wollte ich damit ja nicht an die Öffentlichkeit, um keine Panik auszulösen", so die Mutter der Kinder, die den Vorfall vom Ufer aus mit ansehen musste. Dann aber kamen ihr Zweifel. "Dort baden so viele Kleinkinder. Ich möchte nicht, dass nochmal jemand gebissen wird." Der Freizeitsee Dießfurt besteht aus zwei zum Baden frei gegebenen Gewässern, im Dritten wird noch Kies abgebaut. Bei passendem Wetter, in den Ferien und am Wochenende ist er ein beliebtes Ziel für Sonnenhungrige und Wasserratten. Den Autonummern nach zu urteilen kommen die Badegäste bis aus Bayreuth oder Nürnberg.

Ärzte vermuten Reptil

Gerade der kleinere südliche See, an dem der Vorfall passierte, wird von Familien mit kleineren Kindern gerne aufgesucht, da das Ufer dort flach und das Wasser relativ seicht ist. "Üblicherweise fahren wir zum Schwimmen ins Freibad", erzählt die betroffene Familie. Wegen der großen Hitze am Donnerstag wollten die Kinder noch ein bisschen ins Wasser, erinnert sich die Mutter. Deshalb wählten sie den Freizeitsee Dießfurt. Das Vergnügen dauerte nur knapp 30 Minuten. Dann ging alles sehr schnell. "Etwas sprang aus dem Wasser und unsere Schwester schrie auf", erinnern sich die beiden älteren Brüder, die in unmittelbarer Nähe standen.

Kein Fisch

Was es war, konnten sie nicht erkennen. Die Aufregung und der Schreck kamen noch hinzu. Eilig wurden die Badesachen zusammengepackt und der Heimweg angetreten. Die stark blutende Wunde ihrer Tochter ließ die Mutter noch am Abend im Klinikum Weiden behandeln. Die Ärzte dort waren sich einig, dass der Biss nicht von einem Fisch stammen könne. "Sie tippten auf ein ausgesetztes Reptil, waren sich aber nicht sicher", berichtet sie. Außerdem hätten die Mediziner gedrängt, den Vorfall bei der Stadt Pressath zu melden. "Das habe ich dann auch getan", so die besorgte Mutter.

Verband wechseln

Was genau nun ihre Tochter gebissen hat, konnte ihr bis jetzt keiner sagen. Ein befreundeter Angler bestätigte die Aussage der Ärzte, dass die Bissspuren von keinem Fisch stammen könnten. Um eine Infektion zu vermeiden muss das Mädchen noch einige Male zum Verbandwechsel den Arzt aufsuchen.

Der Pressather Bürgermeister Werner Walberer erklärte auf Nachfrage, er sei sehr besorgt und gerade dabei, sich zu informieren, was in einem solchen Fall getan werden könne. "In jedem Fall wird es wohl aufgrund der Größe des See-Gebietes nicht einfach, Maßnahmen zu ergreifen, die solche Vorfälle verhindern können."
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