Halbautomatische Langwaffen

Reinhard Schwarz (links) erhielt von Uwe Deeg die Treuenadel mit Urkunde ausgehändigt. Bild: ksi
Freizeit
Schwarzenfeld
19.10.2016
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Die neue gesetzliche Regelung zum Gebrauch und Besitz von halbautomatischen Langwaffen war ein Thema bei der Zusammenkunft der Hegegemeinschaft Schwarzenfeld. Was man beachten muss, darauf wies Ekkehard Zink hin.

Die Jagdhorn-Bläsergruppe Schwarzenfeld unter Leitung von Hornmeister Christian Leitermann gab zur Eröffnung der Versammlung im Restaurant Miesberg Jagdsignale zum Besten. Hegegemeinschafts-Vorsitzender Uwe Deeg konnte zu dieser gut besuchten Versammlung den Referenten des Abends, Ekkehard Zink von der Kreisgruppe Amberg, begrüßen.

Deeg berichtete, dass die Gemeinschaft zur Zeit 147 Personen, das sind drei weniger als im Vorjahr, zählt. Die jagdbare Grundstücksfläche beträgt 11 120 Hektar und erstreckt sich über 16 Gemeinden und drei Eigenjagdreviere. Eines der Themen war der gesichtete Wolf in Schwarzenfeld, der sich nach einiger Zeit als ein Überläufer aus Italien herausstellte.

Ein Thema für die Jäger ist die afrikanische Schweinepest. Sie gibt den Jägern zu Denken, auch weil dagegen kein Impfstoff vorhanden ist. Die Jäger sind deshalb gehalten, auffällige Beobachtungen sofort zu melden. In Deegs Arbeit ging es auch um eine Bewertung der Jagdgenossenschaften über Bepflanzung und Schaffung von Schutzflächen für das Wild.

Diskussion gab es über die Besteuerung der Jagdgenossenschaften, wenn der Freibetrag überstiegen wird - ob und in wie weit sich das für die Jagdpächter auswirken kann. Die Anträge sollen die Jagdgenossenschaften bis Ende des Jahres stellen.

Ekkehard Zink sprach über Neuerungen aus dem Jagd- und Waffenrecht und sein Vortrag umfasste drei Themen. Zuerst ging Zink kurz auf die Mehrwertsteuerpflicht von Jagdgenossenschaften in Bezug auf den Jagdpachtzins ein. Dann erläuterte er die neue gesetzliche Regelung zum Gebrauch und Besitz von halbautomatischen Langwaffen. Halbautomatische Langwaffen können nun unabhängig von der Magazinkapazität zum Einsatz kommen. Die Waffe darf aber nur mit zwei Patronen im Magazin und einer Patrone im Patronenlager bei der Jagdausübung geladen sein. In Kürze können halbautomatische Langwaffen auch wieder in die Waffenbesitzkarte eingetragen werden, also erworben werden.

Als letzten Punkt referierte Zink über das grundsätzliche Verbot, aus Kraftfahrzeugen zu schießen. Nach einer aktuellen Veröffentlichung eines bekannten Jagdrechtsexperten muss man aber differenzieren. Von bestimmten abgestellten Kraftfahrzeugen aus darf die Jagd ausgeübt werden. So beispielsweise von der Ladefläche eines geparkten Pick-Ups. Auch vom Anhänger eines Pkw-Gespanns oder dem Anhänger einer landwirtschaftlichen Zugmaschine kann eine Schussabgabe erfolgen, wenn die Fahrzeuge geparkt und abgestellt sind. Dies soll vor allem der sicheren Schussabgabe bei Drück- und Treibjagden dienen. Ansonsten darf beim Besteigen von Fahrzeugen und während der Fahrt, auch wenn das Fahrzeug hält, eine Waffe weder ge- noch unterladen sein.

Anschließend wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft an Reinhard Schwarz die Treuenadel mit einer Urkunde durch Uwe Deeg überreicht.

Am Ende der Zusammenkunft lud Hubert Obermeier die Jagdgenossen zum modernisierten Schießstand auf den Kulm ein. Deeg nannte abschließend noch das Schießen am 22. Oktober in Friedenfels und die Hubertusmesse am 5. November um 19 Uhr in Perschen.
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