Jahreshauptversammlung der Imker
Honig ist ein wertvolles Lebensmittel

Der Neu-Imker und Holzbildhauer Christian Hiller hat den riesigen hohlen Baumstamm mit einem Durchmesser von 1,70 Metern umgearbeitet und einen begehbaren Bienenstock für Kinder geschaffen - ein Schmuckstück für den Bienengarten. Bild: miw
Freizeit
Schwarzenfeld
18.12.2015
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Wer seinen Honig zu billig verkauft, schadet nicht nur sich selbst, sondern auch dem Rest der Imker - da er auf diese Weise den Eindruck erweckt, das Lebensmittel sei nichts wert. Das Gegenteil gilt. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Imker deutlich.

Auch wenn die Bienen für viele Imker nur ein Hobby sind, sollten sie ihren Honig nicht verschenken und reale Preise ansetzten. Was schwierig ist, wenn es den Honig andernorts fast umsonst gibt. "Einigkeit wäre hilfreich", meinte Karl-Heinz Dausch, zweiter Vorsitzender des Imkervereins, auf der Jahreshauptversammlung im Lehrbienenheim. Er appellierte an die Anwesenden, den Honig zumindest nicht unter 4 Euro zu verkaufen. Wer den Sprung auf 5 Euro scheut, solle zunächst 4,50 Euro pro Glas verlangen.

Bienen kosten nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Allein die Kosten für Bienenbeuten, Schutzkleidung und Honigschleuder sind laut Dausch nicht ohne, und auch die Behandlung mit Ameisen- und Milchsäure kostet. Der Verbandsbeitrag steigt von bisher 14 auf 19 Euro. Die Kosten für die Versicherung haben sich verdoppelt.

Neue Vereinskleidung


Mit der Einführung eines E-MailVerteilers und einer Diskussion über die Vorteile einer Whatsapp-Gruppe rüstet sich der Verein für die Zukunft. Beschlossen wurde auf der Versammlung auch die Einführung von Vereinskleidung, die bei der 150-Jahr-Feier der Feuerwehr im nächsten Jahr erstmals zum Einsatz kommen soll. Das vergangene Vereinsjahr ließ Vorsitzender Hermann Bronold in seinem Geschäftsbericht Revue passieren. Er bedankte sich für die Hilfe und Unterstützung. Insgesamt erschienen zu den angebotenen Kursen über 500 Schulungsteilnehmer, und der Verein konnte einige Neu-Imker begrüßen. Mit ihnen hat der Verein derzeit 119 Mitglieder, von denen 84 Bienen halten. Für die Neuen gibt es zum Start im Frühjahr ein Kilo Mittelwände vom Kreisverband. Der Ortsverein stellt den Anfängern kostenlos ein Bienenvolk zur Verfügung.

Keine Einnahmen, doch hohe Anerkennung gab es für die Imker durch die Teilnahme an den Feierlichkeiten zur 1000-Jahr-Feier. Das neue Schmuckstück im Bienengarten - ein begehbarer Bienenstock für Kinder - verdankt der Verein Neu-Imker und Holzbildhauer Christian Hiller. Was den Kampf gegen die Varroamilbe angeht, steht jetzt im Dezember die Oxalsäurebehandlung an. Eine ernstzunehmende Gefahr in der Zukunft ist eventuell der kleine Beutenkäfer, der Honig, Pollen und Bienenbrut frisst und derzeit in Italien Probleme bereitet. Karl-Heinz Dausch mahnte hier, kein Horrorszenario an die Wand zu malen, auch diese Herausforderung werde zu bewältigen sein. Schwachpunkte des Käfers sind unter anderem, dass er zur Fortpflanzung den Bienenstock verlassen muss und auch Temperaturen unter zehn Grad nicht sehr gut verträgt.

Termine 2016Bei der Jahreshauptversammlung wurden auch einige Termine festgelegt: 23. Januar, 15 Uhr: Vortrag "Mein Garten - naturnah und bienengerecht" auch für die Öffentlichkeit von Arnold Kimmerl; 27. Februar, 15 Uhr: Jeanette Ring, Kräuterpädagogin und Imkerin aus Oberviechtach, spricht bei der Kreisversammlung über Honig, Propolis Bienenwachs Weiterverarbeitung von Bienenprodukten zu Hautbalsam, Tinkturen und Hustensaft; 12. März, 9 Uhr: Einführungskurs für Neuimker durch Fachwart Herbert Vogl. Letzter Termin für die Rückgabe der Meldezettel ist der 20. Dezember. Neben der Bestellung von Futter, Oxal- und Ameisensäure, können zum ersten Mal auch Honiggläser bestellt werden. (miw)
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