Kirwa wie aus dem Bilderbuch

Der Tanz um den Baum darf bei einer zünftigen Kirwa nicht fehlen.
Freizeit
Schwarzenfeld
23.05.2016
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So soll sie sein, die Miesberg-Kirchweih: Feierliche Gottesdienste, zufriedene Fieranten, ein Festwirt, der Petrus auf seiner Seite weiß, und Besucher in Massen. Da hat dieses Mal alles gepasst!

Begonnen hat das Festwochenende schon am Samstag mit dem Aufstellen des Kirwabaumes. Vorher musste dieser natürlich in Begleitung vieler Vereine, angeführt durch die Schwarzenfelder Musikkapelle, an Ort und Stelle auf den Miesberg gebracht werden. Viele Schwarzenfelder ließen sich dieses "Schauspiel der Muskelkraft" nicht entgehen und feuerten die Aufsteller mit ihrem Chef Stephan Kreisel, der bereits zum dritten Mal in Folge den knapp 30 Meter hohen Baum gesponsert hatte, lautstark an. Wetter und Stimmung waren schon am Vortag der eigentlichen Kirchweih gut, so dass einem gemütlichen Hinübergleiten in den Patroziniumstag nichts im Weg stand. Verlost wurde neben anderen Sachpreisen der letztjährige Kirwabaum, der vor einigen Wochen neben dem Festplatz abgelegt wurde. Als Gewinner wurde Florian Faderl gezogen, der daraus eine Gartengarnitur anfertigen möchte.

Schon die Messe um acht Uhr war von den Freunden der volkstümlichen Waldlermesse, die von Reinhard Seitz und Manfred Bäumler instrumental begleitet wurde, bestens besucht. Die Sitzplätze reichten beim feierlichen Hochamt bei weitem nicht aus. Seit vielen Jahren war der Gottesdienst nicht mehr so stark besucht wie heuer. Der Bergchor intonierte die Festmesse von Filke, die unter Leitung von Bernd Ulbrich und Steffi Jehl an der Orgel zu einem Hörgenuss wurde. Tobias Zeitler aus Oberviechtach verlieh mit seiner Trompete dem Hochfest einen besonderen musikalischen Glanz.

Domkapitular Offizial Prälat Dr. Josef Ammer aus Regensburg war als Hauptzelebrant zu Gast im Kloster. Das große Geheimnis der Heiligsten Dreifaltigkeit stand im Zentrum seiner Predigt, das besonders in der sehnsüchtigen Hinwendung nach der schrecklichen Zeit des dreißigjährigen Krieges auch auf dem Miesberg im Jahre 1692 eine Kapelle entstehen ließ. Ein besonderer Gruß galt dem Konzelebranten und früheren Rektor des Schwarzenfelder Klosters, Pater Alban Siegling, der ab dieser Woche wieder zur Kommunität im Miesbergkloster gehört und damit das Kloster in Maria Schutz am Semmering verlässt.

Schattenplätze waren nicht nur zur Mittagszeit gefragt, als hernach kühlende Getränke oder die deftige Bratwurstsemmel zum gemütlichen Verweilen "am Berg" einluden. Ihre Freude hatten die Männer beim frischen Hellen, die Frauen bei Gewürzen und Korbflechtwaren sowie die Kinder beim Karussell. Was wollte man also mehr?
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