Offene Tür im Reich der Bienen

Christian Pflamminger zeigte den Besuchern des Tags der offenen Tür beim Imkerverein eine Wabe und ließ sie das Gewicht mit rund zwei Kilogramm Honig spüren. Bilder: ohr (2)
Freizeit
Schwarzenfeld
31.05.2016
32
0

Der "Tag der offenen Tür" des Imkervereins Schwarzenfeld stand unter einem guten Stern: Das sommerliche Wetter lockte viele Gäste an. Ein kleines Naturschauspiel sorgte für eine besondere Überraschung der Besucher.

"Imkerei und Bienenhaltung der Öffentlichkeit näherbringen, ist ein großes Anliegen", erklärte Vorsitzender Hermann Bronold zu Beginn. Der Verein verfüge über einen Schulungsraum. Außerdem sei ein großzügiger Bienengarten mit entsprechender Bepflanzung ist angelegt. Auf dem Areal sind 25 Bienenvölker untergebracht. Zu einem Staat gehören rund 60 000 Bienen.

Vor dem Betreten des wohl in der Oberpfalz einmaligen Imkereimuseums wird der Besucher mit folgendem Spruch begrüßt: "Ich esse deutschen Honig, weil unsere Bienen die Natur erhalten". Der circa 100 Jahre alte Bienenwanderwagen ist mit 36 leeren Bienenkästen bestückt. Alte und neue Geräte zur Wachsverarbeitung sowie eine Galerie von Bienenkörben in den verschiedenen Ausführungen können dort auch bestaunt werden. In einem Schaukasten ist eine Bienenkönigin zu bewundern. Wespen, Hornisse und Hummeln - Verwandte der Bienen - kann der Interessierte ebenfalls betrachten.

Bienen im Baum


Zur großen Überraschung bot sich den Besuchern ein kleines Naturschauspiel. Eine unbegattete Königin hatte sich mit Tausenden von Bienen als Nachschwarm mittlerer Größe auf der Suche nach einer neuer Behausung in den Zweigen einer Linde als dicke Traube auf einer Höhe von rund drei Metern niedergelassen.

Mithilfe einer Leiter näherte sich der Vorsitzende des Imkervereins dem Schwarm und rüttelte ihn in einen länglichen, an einer kurzen Stange befestigten Sack. Nach dem Abstieg schüttete der Fachmann die Bienen in eine Kiste mit Flugloch und deckte sie mit einem Brett ab.

Zwei Kilo Honig


Anschließend erlebten die zahlreichen Besucher im Museumsgebäude das sogenannte Honigschleudern. Mitglied Christian Pflamminger hängte insgesamt vier Waben - jede enthält ungefähr zwei Kilogramm Honig - fachgerecht in den Innenraum. Nach zweiminütigem Drehen floss bereits süßer Honig in ein Auffanggefäß.

Vorzüglich schmeckten den Kindern die frisch gestrichenen Honigbrote. Natürlich konnten beim Tag der offenen Tür auch heimischer Honig und Bienenprodukte erworben werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.