1.000 Jahre Schwarzenfeld: Historischer Festzug zum Jubiläum
Freude an der Nostalgie

Die Herren mit Frack und Zylinder, die Dame im Biedermeier-Kleid mit Federhut: Historisch gewandet nahmen der Bürgermeister und die Marktratsmitglieder am Festzug teil und gingen mit gutem Beispiel voran. Bild: Götz
Kultur
Schwarzenfeld
06.09.2015
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1.000 Jahre alt und kein bisschen müde: Putzmunter feierte Schwarzenfeld mit vielen Gästen sein Jubiläum. Zum historischen Festzug hatten sich vor allem die Vereine originelle Beiträge einfallen lassen.

Böller verkündeten den Start. An diesem recht kühlen September-Sonntag setzte sich der Festzug in Bewegung. Schwitzen brauchte da keiner, weder in den Reihen der Mitwirkenden noch unter den Zuschauern, die gespannt den Verlauf verfolgten. Erlaubt war alles: Während sich vor allem die eine oder andere Dame schon mit Winterschuhen ausrüstete, marschierte der leicht bekleidete "Neptun" barfuß in den Sandalen den Sportanglern voraus.

Lokalmatadoren der Jugendblaskapelle

Den Ton gaben acht Musikkapellen an, als Erste freilich die Lokalmatadoren von der Jugendblaskapelle. Die ganz in Schwarz gekleideten Markträte mitsamt Bürgermeister Manfred Rodde ließen der überörtlichen politischen Prominenz den Vortritt. Landrat Thomas Ebeling winkte dem Publikum zu, neben ihm tat selbiges MdB Marianne Schieder. Auch der Abgeordnete Alexander Flierl, Altlandrat Volker Liedtke sowie die beiden weiteren VG-Bürgermeister Hans Prechtl (Stulln) und Alois Böhm (Schwarzach) lächelten in die Menge.

Einheimische setzten Akzente

Unter den über 80 Gruppen setzten vor allem die Einheimischen die Akzente. Die Darsteller aus der Festspielgruppe der Holnsteiner machten in Kostümen mit, der Heimat- und Verschönerungsverein wartete beispielsweise mit einer Schloss-Nachbildung auf, die Angler führten mit einem überdimensionalen Karpfen die Bedeutung Schwarzenfelds für die Fischerei vor Augen, die Schnupfer hatten ihre Schmalzler-Kanone dabei, die Knappen erinnerte an die Bergbautradition der Region. Sportler, Jäger, Imker, Sänger, Kindergartenkinder: Alle fanden sichtlich ihren Spaß dabei, dieses Großereignis mitzugestalten. Feuerwehren veranschaulichten mit einem Hauch von Nostalgie, wie sie einst ihre Einsätze zu bewältigen hatten: Die Frotzersrichter kamen mit der Pferdespritze,, die Pfreimder mit der Holzschiebeleiter, die Buchtaler mit ihrem LF 8 des Baujahres 1959.

Abordnungen aus anderen Landkreis-Kommunen

Die Schwarzenfelder feierten nicht alleine. Abordnungen aus anderen Landkreis-Kommunen gaben sich ebenfalls die Ehre: Die Burglengenfelder brachten dazu einen Nachbau ihres Rathauses mit, die Neunburger marschierten mit den "Hussen" auf, die Nabburger lenkten die Blicke mit ihren Waschfrauen vom Mittelalterlichen Markt auf sich, und aus Wernberg-Köblitz traten die Armbrustschützen in Erscheinung. Wer sich den richtigen Platz ausgesucht hatte, bekam alles im Doppelpack zu sehen. Denn zum Teil erfolgte der Aufmarsch im Gegenzug - damit sich die Mitwirkenden untereinander auch zu Gesicht bekamen. Die Belohnung gab's im Kirwa-Zelt: Da schmeckte die Fest-Maß.

Ein historischer Festzug mit dem Motto "Wöi's g'wen is" schlängelt sich durch den Markt Schwarzenfel. Mit dabei waren rund 80 Gruppen und Festwägen, in die die Vereine viel Zeit investiert haben. Bilder von Gerhard Götz.
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