Bayerisch-Böhmischer Blasmusikabend
Abend für Herz und Gemüt

Moderator Georg Matzke war kurzfristig eingesprungen und meisterte mit Bravour seine Rolle.
Kultur
Schwarzenfeld
07.11.2016
70
0

"Blasmusik macht froh" lautete einer der Liedtitel beim Bayerisch-Böhmischen Blasmusikabend der Schwarzenfelder Musikanten. Froh fühlten sich auch die über 250 Gäste. Im voll besetzten Saal des Restaurant Miesberg nahmen die Musikanten ihre Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch Böhmen und ihre Oberpfälzer Heimat.

Wie ein Wunschkatalog bekannter Blasmusikmelodien stellte sich das Programm dar und war mit klangvollen Namen der Blasmusikszene gespickt. Franz Bummerl, an dem bei einem derartigen Konzert kein Organisator und Musikant vorbei kommt, er war einer der ganz Großen in Verbindung mit Namen wie Ernst Mosch und seinen Egerländer Musikanten. Im Jahr 2011 verstarb der böhmisch-deutsche Musiker 84-jährig und hinterließ mit seinen über siebenhundert Kompositionen und Arrangements ein Vermächtnis auf ewige Blasmusikzeiten.

Noch ein zweites Musikeroriginal, sicherlich jedem Blasmusikfreund im Saal und weit darüber hinaus bekannt, durfte auf der Programmliste der Komponisten und Arrangeure nicht fehlen: Musikalischer Kopf und Kapellmeister der hiesigen Blasmusik, Josef Lobenhofer. Exakt zugeschnitten auf den Klangkörper der Schwarzenfelder Musikanten, bildeten die von ihm arrangierten Stücke einen Reigen bekannter Weisen durch die heimatliche Blasmusikregion.

Singen, Schunkeln, Klatschen


Humorvoll in seiner Begrüßung entschuldigte Vorsitzender Dionys Böckl das erkrankte Mitglied der Musikkapelle Philipp Korb. Er wäre als Moderator vorgesehen gewesen, "da Franken ja besser reden könnten als wir Oberpfälzer", scherzte Böckl. Kurzfristig eingesprungen und mit Bravour absolviert hat Tubist und Vorstandsmitglied Schorsch Matzke diese Aufgabe.

Paradestücke, wie "Mondschein an der Eger" von Ernst Mosch oder auch der Oberpfälzer Zwiefache "s'Eisenkeilnest", arrangiert von Josef Lobenhofer, waren ein "Muss" im Programmablauf. Eigens zusammengestellte Potpourris mit "Böhmischen Spezialitäten" oder einem "Schwarzenfelder Ländlermenü" bereicherten die ohnehin vielfältige Programmfolge. Ein Ohrenschmaus, erinnernd an das legendäre Gesangsduo Ernst Mosch und Barbara Rosen, das Ehepaar Marita und Josef Lobenhofer mit ihren gesanglichen Beiträgen. Im Dreivierteltakt "Im schönen Prag" oder auch Evergreens wie "Anneliese" und "Rosamunde" rissen die Zuhörer im Saal zum Singen, Schunkeln und Klatschen mit. Wen wunderte es, dass am Ende "ganz zur Überraschung von Sepp Lobenhofer" lautstark diverse Zugaben gefordert und auch gespielt wurden? "Des woa a Abend für's Herz und Gemüt", so hat einer der Blasmusikfreunde beim Verlassen des Saales das knapp zweistündige Programm zusammengefasst.
Weitere Beiträge zu den Themen: Konzert (183)Blasmusik (62)OnlineFirst (12624)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.