3297 Einsätze für die Feuerwehr

5969 Aktive sind in 160 Feuerwehren im Landkreis engagiert. Bei der Kommandantentagung im Jugendheim stand der Rückblick auf das vergangene Jahr im Mittelpunkt. Bild: Götz
Lokales
Schwarzenfeld
20.04.2015
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So viele Brände wie 2014 gab es seit vielen Jahren nicht mehr im Landkreis Schwandorf. Die Feuerwehren mussten dazu 509 Mal ausrücken, wobei sich darunter auch zahlreiche Großeinsätze befanden.

Den im Schwarzenfelder Jugendheim versammelten Kommandanten vermittelte sich am Sonntag bei ihrer Frühjahrstagung vor allem eines: Die Führung ihrer Organisation ist straff organisiert, sie leistet auf Ehrenamtsbasis professionelle Arbeit in vielen Bereichen. Zum Beispiel auch bei den Bemühungen um Nachwuchs.

Kreisbrandrat Robert Heinfling legte die Statistik für das vergangene Jahr vor. Er sprach dabei von 3297 Einsätzen und gliederte sie auf in 1659 technische Hilfeleistungen, 509 Brände, 347 Fehlalarmierungen (eine Höchstquote seit langer Zeit), 247 Sicherheitswachen und 353 sonstige Tätigkeiten. Mit dem Blick auf die Brände erinnerte Heinfling an zwei Großfeuer auf Bauernhöfen in Klardorf und Bruck, er rief auch den Großbrand eines Möbelhauses in Schwandorf noch einmal ins Gedächtnis.

Im Landkreis gibt es 160 Feuerwehren. In ihnen dienen 5969 Aktive, darunter 712 Frauen. Die Wehren können über 1061 Atemschutzgeräteträger verfügen. Im Nachwuchsbereich gibt es laut Brandrat Heinfling 120 Jugendfeuerwehren mit 1198 sogenannten Anwärtern. 374 davon sind Mädchen.

Dem Kreisbrandrat stehen Führungsdienstgrade zur Seite, die sich verantwortlich um Einzelbereiche kümmern. Auch sie kamen bei der Tagung zu Wort. Kreisbrandmeister (KBM) Josef Lingl wandte sich den Atemschutzgeräteträgern zu und berichtete von 74 Männern und 5 Frauen, die sich Lehrgängen unterzogen. KBM Christian Demleitner ist für den Funkbereich zuständig. Er meldete 53 Teilnehmer an entsprechenden Schulungen.

120 Jugendgruppen

Federführend war KBM Ferdinand Duscher in den letzten Jahren für die Maschinistenausbildung tätig. 38 Feuerwehrleute hätten im letzten Jahr entsprechende Schulungen absolviert, ließ Duscher wissen. Der Brandmeister aus Neunburg vorm Wald wird sich nun aus seiner Rolle zurückziehen und seinen bisherigen Aufgabenbereich bei den Maschinisten an Martin Pösl aus Wölsendorf übergeben. "Wir dürfen bei der Werbung um Nachwuchs nichts unversucht lassen", hatte Brandrat Heinfling in seinem Bericht betont. Das unterstrich auch der stellvertretende Kreisjugendwart Karl Striegl. Er berichtete von 120 Jugendgruppen und 124 Jugendwarten. "Allein nur auszubilden, ist nicht genug", führte Striegl den Kommandanten vor Augen und fuhr fort: "Wir müssen der Jugend auch noch anderes anbieten." Denn die Zahl der Interessenten sei rückläufig. Landrat Thomas Ebeling und der Schwarzenfelder Bürgermeister Manfred Rodde dankten den Feuerwehren für ihre Dienste. Ebeling überreichte in diesem Zusammenhang Ehrenamtskarten an zahlreiche Aktive aus den einzelnen Inspektionsbereichen. Mit der silbernen Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes wurde der als freier Journalist tätige Max Schmid ausgezeichnet.
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