Abschied nach 45 Jahren

Georg Liebl (rechts) ist einer der dienstältesten Beschäftigten im Schwarzenfelder Rathaus. Allein 32 Jahre hat er die Aufgabe des Kämmerers der Verwaltungsgemeinschaft erfüllt. Nun wurde Liebl von Bürgermeister Manfred Rodde (links) in den Ruhestand verabschiedet. Bilder: Dobler (2)
Lokales
Schwarzenfeld
15.01.2015
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So viele Jahre wie er arbeitete praktisch kaum einer im Rathaus. Aber auch für Kämmerer Georg Liebl war nun Zeit, Abschied aus dem Berufsleben zu nehmen.

Bürgermeister Manfred Rodde hatte die Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft ausgesucht, um Georg Liebl zu danken und in den Ruhestand zu verabschieden. Liebl und sein Team waren nicht nur für die Finanzen des Marktes Schwarzenfeld, sondern auch für die der Gemeinden Stulln und Schwarzach zuständig. Und von allen drei Orten waren am Mittwoch Vertreter anwesend, inklusive der Bürgermeister.

Ein weitgespannter Rahmen also, in dem Rodde den beruflichen Weg Liebls skizzierte - von der Einstellung als Dienstanfänger beim Markt Schwarzenfeld im Jahr 1969 über die verschiedenen Stationen bis hin zur Übernahme des Amts als Kämmerer. Das war 1982. Unter dem Strich ergibt das 45 Dienstjahre, davon 32 Jahre als Kämmerer.

Bürgermeister Rodde beschrieb Liebl als "freundlich, hilfsbereit und kompetent", sprach von einem wohlverdienten Ruhestand für den 63-Jährigen und überreichte ein Präsent. Die Schwarzenfelder Markträtin Gabi Wittleben tat dies dem Bürgermeister gleich und händigte Liebl ebenfalls ein Geschenk aus - inklusive herzlicher Umarmung. Geschäftsstellenleiter Peter Hesl erinnerte daran, dass der scheidende Kämmerer mit insgesamt zwölf Bürgermeistern von drei Kommunen zusammengearbeitet habe. Georg Liebl ergriff auch das Wort und versicherte, er sei gerne in Schwarzenfeld gewesen. Den anwesenden Kommunalpolitikern wünschte er lächelnd, "dass Sie immer die richtigen Entscheidungen treffen für Ihre Gemeinde - und keine Geldsorgen haben!"

Etat verabschiedet

Auch der andere anwesende Kämmer, Thomas Krapf, stand bei der Versammlung im Mittelpunkt. Krapf ist der Nachfolger Liebls und hat den Jahresetat der Verwaltungsgemeinschaft erarbeitet, den er nun vortrug und zur Abstimmung stellte. Das Zahlenwerk für 2015 hat ein Gesamtvolumen von 3,186 Millionen Euro. Zwei Drittel der Ausgaben - also zwei Millionen Euro - fallen auf Personalausgaben. "Im Vergleich zum Vorjahr sind diese Ausgaben um 13 Prozent überdurchschnittlich gestiegen", verdeutlichte Krapf. Finanziert wird der Etat überwiegend durch Umlagen, die sich an der Bevölkerungszahl der drei Orte orientieren - diesmal nur vorläufig, da die exakte Zahlen der Statistiker noch nicht vorliegen und später eingearbeitet werden müssen. Größter Zahler im sogenannten außerschulischen Bereich ist Schwarzenfeld mit 1,25 Millionen Euro. Stulln steuert der gemeinsamen Kasse 0,3 Millionen Euro zu, Schwarzach 0,27 Millionen. Ein großer Ausgabeposten für die Verwaltungsgemeinschaft ist der Betrieb der Schulen in Schwarzenfeld und Stulln mit ihren 472 Schülern. Sie kosten den drei Gemeinden 725 000 Euro.

Die 14 Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung erhoben gegen den Etat-Entwurf keine Einwände, so dass er einstimmig angenommen wurde.
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