Am Buß- und Bettag "hilft nur noch beten"
Besinnung am "seltsamen" Feiertag

Nach dem Gottesdienst in der Christuskirche verabschiedete Pfarrerin Heidi Gentzwein (links) die Gläubigen mit Handschlag und Luther-Bonbons. Bild: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
19.11.2015
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"Es gibt jede Menge Gründe für Buße und Umkehr", versicherte Pfarrerin Heidi Gentzwein beim Gottesdienst in der Christuskirche am "seltsamen Feiertag" Buß- und Bettag. "Seltsam" deshalb, "weil man ihn den Erwachsenen genommen, den Kindern aber gelassen hat".

Im Jahr 1995 wurde der evangelische Buß- und Bettag als arbeitsfreien Tag gestrichen, um die Mehrbelastung für die Arbeitgeber durch die neue Pflegeversicherung auszugleichen. Eine Wiedereinführung wurde durch ein Gesuch des damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber erfolglos gefordert, später wurde das Thema nicht mehr diskutiert.

Vielleicht fühlt sich die evangelische Kirche ein bisschen "machtlos" deswegen, hatte sie doch heuer genau dieses Wort als Oberbegriff für die Andachten des Feiertags ausgesucht. "Was können wir tun, was steht in Gottes Macht?", fragte die Pfarrerin in ihrer Meditation und bezog sich damit auch auf die Gewaltakte überall auf der Welt. Möglicherweise, und das suggerierte das Titelfoto mit den gefalteten Händen einer ausliegenden Andachtsbroschüre, "hilft nur noch beten".
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