Aufklärung zum Hochwasserrisiko in der Region
Wenn der Flusspegel steigt

Abteilungsleiter Günther Michler vom Wasserwirtschaftsamt Weiden (stehend) und der dort für Gewässerentwicklung und Wasserbau zuständige Christian Götz (Mitte) erörterten im Sitzungssaal des Rathauses, wie man mit der Hochwassergefahr an Naab und Schwarzach umgeht. Bild: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
09.12.2014
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18 Gemeinden im Landkreis Schwandorf liegen an Gewässern, die immer wieder Hochwasser führen. Vier von ihnen berieten nun im Rathaus, was man im Fall der Fälle tun kann.

Die Tagung mit Vertretern aus Schwarzenfeld, Stulln, Schwarzach sowie der Gemeinde Altendorf war dazu gedacht, Management-Pläne für hochwassergefährdete Gewässer zu entwickeln. Dabei half das Wasserwirtschaftsamt Weiden, für das die Sitzung die letzte einer Reihe ähnlicher Zusammenkünfte war.

Es gebe keinen sicheren Hochwasserschutz, bedauerte Abteilungsleiter Günther Michler. So müsse die Frage geklärt werden, "wie wir mit dem Hochwasserrisiko umgehen". Gemeint waren vor allem die Naab und die Schwarzach. Dazu gibt es Pläne, die man im Internet einsehen kann (wir berichteten, siehe Links rechts oben neben diesem Artikel).

Über Tausend betroffen

Wie sich zeigte, sind zum Beispiel in Schwarzenfeld 547 Menschen von einem möglichen 100-jährigen Hochwasser betroffen; ein sogenanntes extremes Hochwasser würde sogar 1044 Menschen und ihre Habe in Mitleidenschaft ziehen, da eine Überschwemmung zwischen sechs und acht Quadratkilometer der Fläche des Marktes betreffen würde.

Die Teilnehmer an der Tagung waren aufgerufen, Vorsorge-Maßnahmen zu besprechen und eine "lokale Risikorecherche" vorzunehmen, die die Untersuchungen des Wasserwirtschaftsamts ergänzt. Die Ergebnisse werden dann der Regierung der Oberpfalz vorgelegt.
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