Beim Johannisfeuer treffen heidnische und christliche Elemente aufeinander
Strohpuppen gegen Dämonen

Lokales
Schwarzenfeld
22.06.2015
0
0
Seit Freitag brennen sie wieder, die Johannisfeuer. In Pretzabruck organisiert die Feuerwehr das Johannisfeuer. Auch "Würzfeuer" genannt, hängt steht das Spektakel eng zusammen mit der Sonnenwende. Es handelt sich dabei um einen im 12. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnten Brauch, ab dem 14. Jahrhundert ist häufiger davon die Rede.

Dem Volksglauben nach soll das Johannisfeuer Dämonen abwehren, die Krankheiten hervorrufen, dem Vieh schaden oder missgestaltete Kinder bewirken. Darauf deuten auch die Strohpuppen hin, die man in manchen Gegenden auf das Feuer stellt. Die Pretzabrucker Feuerwehr hatte in den vergangenen Tagen einen Haufen aus Wurzelstöcken und Reisig an der Naab aufgehäuft, darauf durfte die Strohpuppe nicht fehlen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit war es an Pfarrvikar, Josef Kokoth, das Feuer zu segnen. Anschließend durften die Kinder das Johannisfeuer entzünden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.