Ein Auf und Ab beim Derby

Armin Kiener war wieder einmal der beste Torschütze in Reihen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld. Bild: Baehnisch
Lokales
Schwarzenfeld
20.10.2014
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Vor dem Spiel hätte man sich auf HSG-Seite über einen Punkt durchaus gefreut. Nach dem Derby sind die Handballer aus Nabburg und Schwarzenfeld über das Unentschieden doch etwas enttäuscht. Eine kuriose Situation zum Schluss beschert den Gästen noch das 21:21.

Schon zu Beginn zeigte sich, wer das Spiel dominieren sollte: die Torhüter! Martin Strejc auf der einen und Martin Feldbauer auf der anderen Seite zeigten einige beeindruckende Paraden und so dauerte es mehrere Minuten, bis das erste Tor fiel. Es war der HG-Keeper, der zuerst hinter sich greifen musste und so stand es 2:0 für die Hausherren, ehe die Gäste ebenfalls ins Spiel fanden. Diese schafften zwar den kurzzeitigen 3:3-Ausgleich, doch den besseren Eindruck machten die Hausherren: Die Defensive stand gut und ließ nur wenig zu, die Offensive war deutlich variantenreicher und spielstärker als die der Amberger, die über weite Strecken nur über ihr Rückraum-Ass Schobert agierten.

So gelang der HSG schnell eine deutliche Führung, ehe sie kurz vor der Pause eine bittere, weil unnötige Zweiminutenstrafe kassierte und die damit verbundene Unterzahlsituation schlecht ausspielte: Amberg verkürzte auf 9:11 und fand zurück ins Spiel. Nach Wiederanpfiff gingen die Gäste aggressiver zu Werke, während die HSG zögerlich und unkonzentriert wirkte. Dazu kamen ein paar überzogene Zwei-Minuten-Strafen, die Amberg vornehmlich zu Kontertoren nutzte und zum 16:16 ausgleichen konnte.

Das Spiel drohte zu kippen, doch die HSG zeigte Moral und ging wiederum 19:17 in Führung. Dieser Spielstand hielt sich dann minutenlang, da keiner der beiden Mannschaften einnetzte. Mit einer knappen Führung ging es in die Schlussphase, die ziemlich hektisch wurde und in einer skurrilen Schlussminute gipfelte: Bei einem Tor Führung der HSG (21:20) vergab Amberg einen Siebenmeter, doch Sekunden vor Schluss entschied das Schiedsrichtergespann bei einer offensiven HG-Deckung auf technischen Fehler. Während man auf der Tribüne noch rätselte, was genau da nun ein Fehler gewesen sein sollte, führte ein Konterpass zu einem Zusammenprall zwischen einem Amberger und zwei HSG-Spielern - die Schiedsrichter entschieden 3 Sekunden vor Schluss auf Siebenmeter, den Jörg Schloder zum 21:21 verwandelte.

So endete eine intensive Partie mit einem Unentschieden. Eine Punkteverteilung, die die HG aus Amberg als glücklich, aber nicht unverdient bezeichnen kann "Wir waren in der ersten Hälfte die deutlich bessere Mannschaft und haben in der Mitte der zweiten Hälfte mit unkonzentrierten Fehlern den Faden verloren. Da wurde uns ein wenig die fehlende Erfahrung zum Verhängnis, während Amberg da seine Routine ausspielen konnte", ärgerte sich HSG-Coach Daniel Kessler über die Schlussphase: "Wir stehen kurz vor dem Sieg und den schnappt man uns noch weg."

HSG-Tore: Kiener 8 (1), Blödt 5, Spiller 3, Duschner 1, Fenchl 1, Held 1, Schanderl 1, Schießl 1
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