Eintauchen ins Thema Wasser

Bürgermeister Manfred Rodde (Mitte, rote Jacke) und Wasserwart Georg Greger (rechts daneben) erläuterten den Mitgliedern des Bauausschusses, wie viel Wasser in Schwarzenfeld gefördert und wie es veredelt wird. Bild: mab
Lokales
Schwarzenfeld
19.11.2015
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Bürgermeister Manfred Rodde reagierte schnell. Vor zwei Wochen hatte Marktrat Peter Neumeier eine Besichtigung der Wasserversorgung gefordert, am Dienstag nahm der Bauausschuss die Anlagen schon in Augenschein.

Weil die Wasserversorgung des Marktes immer wieder vor Herausforderungen stehe und "langfristig drohende Engpässe" die Verantwortlichen beunruhigen, bat Neumeier kürzlich, dass der Marktrat die nächsten Schritte zur Sicherung der Wasserversorgung diskutieren und entsprechende Planer beauftragen soll. Vorab hielt er es für wichtig, dass die Räte die Schwarzenfelder Wasserversorgung besichtigen und mit dem zuständigen Mitarbeiter sprechen.

Wasserwart erklärt

Wasserwart Georg Greger war der richtige Mann dafür, den Kommunalpolitikern die Zusammenhänge zu erklären. Das Schwarzenfelder Trinkwasser kommt aus zwei Flach- und zwei Tiefbrunnen. Die Flachbrunnen heißen I und II und befinden sich nördlich des Miesbergs. Aus acht Metern Tiefe fördern sie zusammen maximal 45 Liter in der Sekunde; die Tiefbrunnen III und IV bringen wesentlich mehr zutage. Aus 130 Metern Tiefe fließen zusammen maximal 120 Liter in der Sekunde nach oben. "Aktuell liegen die täglichen Fördermengen zwischen 3000 und 6000 Kubikmeter (also drei bis sechs Millionen Liter Wasser jeden Tag).

Aufbereitet wird die enorme Menge im Werk an der Äußeren Ringstraße, wo Rohwasser zu Trinkwasser veredelt wird. Am Westenberg steht ein Hochbehälter, der 3000 Kubikmeter fasst. Heuer im August wurde soviel Trinkwasser wie nie verbraucht: Der Markt stellte sechs Millionen Liter ins Netz. "Durch den in den letzten Jahren gestiegenen Wasserverbrauch und den zu erwartenden Wasserbedarf von rund zwei Millionen Kubikmeter im Jahr (= zwei Milliarden Liter) stehen große Investitionen an. Der Marktrat wird sich damit zu beschäftigen haben", hieß es.
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