Erinnern an todbringende Jahre

Nach seiner Renovierung gab es am alten Kriegerdenkmal am Friedhof eine ökumenische Andacht mit Soldaten, Reservisten und Vertretern des Marktes. Bild: mab
Lokales
Schwarzenfeld
19.05.2015
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Es sind Gefallene, aber keine Helden, an die das Denkmal am Friedhof erinnert. Mit viel Geld wurde das Bauwerk nun wieder in Schuss gebracht.

Auf 140 Jahre Vereinsgeschichte kann die Soldaten- und Kriegerkameradschaft im nächsten Jahr zurückblicken. Bereits jetzt freut sich der Traditionsverein über ein vorgezogenes Jubiläumsgeschenk. Das Kriegerdenkmal, das im Wesentlichen im Jahre 1922 auf Initiative des damaligen Vorsitzenden Josef Bartmann erstellt wurde, war in den vergangenen Wochen einer umfassenden Sanierung unterzogen worden. Wie neu präsentiert sich nun dieses Zeichen des Gedächtnisses an die Opfer der Kriege, insbesondere der Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

"Waren es wirklich Helden, die ohne jemals gefragt zu werden, ob sie das wollen, in den todbringenden Krieg geschickt wurden?" fragte Pfarrer Heinrich Rosner am Anfang des ökumenischen Wortgottesdienstes. Zusammen mit Pfarrerin Heidi Gentzwein hatte er die Gestaltung der kirchlichen Feier inne. Als ein Zeichen gegen das Vergessen wertete Bürgermeister Manfred Rodde vor der Südwand des Friedhofs das von der Firma Eis generalüberholte Denkmal. "Namen vieler Schwarzenfelder Gefallener und Vermisster sind auf den Tafeln festgehalten und geben heute noch ein Zeugnis", so das Marktoberhaupt. Einer Gemeinschaftsaktion von Verwaltung und Bauhof, sowie der Firmen Eis und Stoffl sei es zu verdanken, dass mit einem Aufwand von etwa 12 000 Euro diese Neusegnung möglich ist, erläuterte Rodde.

In Anwesenheit von Hauptmann Michael Meissner und einer Soldatenabordnung der Patenkompanie, der 2./Panzerbataillon 104, sprach der Vorsitzende der Kameradschaft, Uwe Keunicke, allen am Bau Beteiligten seinen Dank aus. Bezirksvorsitzender Josef Hartinger hatte es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, beim Festakt dabei zu sein. "Mit dem Ende des schrecklichsten halben Jahrhunderts deutscher Geschichte vor genau 70 Jahren, dürfte jedem klar sein, dass solche Kriegerdenkmäler als Zeichen der Warnung und Mahnung stehen müssen", appellierte der Vorsitzende an die Versammelten.

Das Lied vom "Guten Kameraden", eindrucksvoll intoniert von der Musikkapelle Schwarzenfeld unter Leitung von Sepp Lobenhofer, und unüberhörbare drei Böllerschüsse rundeten den Festakt feierlich ab.
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