Erinnerung an Zeiten im Revier

Das Bayerische Bergmannstreffen war eingebettet in die 1000-Jahr-Feier des Marktes Schwarzenfeld. Der Einzug der Ehrengäste (von links) mit Landrat Thomas Ebeling, Jürgen Ferschl (Vorsitzender mit Federbusch), Schirmfrau MdB Marianne Schieder, Bürgermeister Manfred Rodde, Landesverbandsvorsitzendem Arnold Jäger und Bürgermeister Hans Prechtl führte zum Festakt in die Sporthalle. Bilder: ohr (2)
Lokales
Schwarzenfeld
14.06.2015
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An einer historisch würdigen Stätte - im Schloss Schwarzenfeld - fiel der Startschuss zum Bayerischen Bergmann-, Knappen- und Hüttenmännischen Treffen. Der ausrichtende Bergknappenverein hatte am Samstag zu einem Empfang geladen. Die Gäste hörten einen interessanten Vortrag.

(ohr) Die Ehrengäste und Vereine formierten sich auf dem Gelände des Sportparks und marschierten zu den Klängen der Bergmannskapelle Wackersdorf unter der Leitung von Kapellmeister Andreas Königsberger in die Festhalle ein. Vorsitzender Jürgen Ferschl vom Bergknappenverein Stulln/Schwarzenfeld hieß die zahlreichen Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Behörden sowie Vertreter mehrerer Knappenvereine willkommen.

Fortsetzung der Tradition

Schirmfrau MdB Marianne Schieder hob das gesellschaftliche Engagement und die eingebrachte Arbeit in die verschiedenen Vereine besonders hervor. Der Bergbau legte in der Zeit nach dem Krieg eine wichtige Grundlage für neues Leben. Das Wissen um diese Bergmannstätigkeit solle aufrecht erhalten werden. Der Bergknappenverein sei mit der Fluorchemie Stulln eng verbunden und er setze die Tradition fort, unterstrich Geschäftsführer Herbert Zweck und überbrachte auch die Grüße von Ehrenschirmherr Dr. Christian Rocktäschel.

Die Erinnerung an den Bergbau sei ein Auftrag und gleichzeitig eine Bereicherung fürs öffentliche Leben, merkte Landrat Thomas Ebeling an. Sein Dank galt den Bergleuten aus der Oberlausitz für die Pflege der Freundschaft mit bayerischen Bergknappen.

Bürgermeister Manfred Rodde freute sich über die Ausrichtung des Bergmannstreffens 2015 in Schwarzenfeld im Zuge der Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Jubiläum. "Die Brauchtumspflege und das Wissen um den Bergbau müssen an die junge Generation weitergegeben werden", zeigte er sich überzeugt.

Der Bergbau brachte nach Kriegsende Arbeit in Stulln, sagte Bürgermeister Hans Prechtl in seinem Grußwort. Viele Heimatvertriebene siedelten sich an und die Gemeinde Stulln leistete vorbildliche Integration. Die Kommune habe sich von der Landwirtschaft und vom Bergbau zu einem modernen Wohn- und Industrieort entwickelt. Die Grußredner überreichten als Spende ein "Flachgeschenk".

Bergmann als Geschenk

Der Vorsitzende der Oberlausitzer Bergleute, Peter Neumann, überraschte mit einem besonderen Präsent. Er überreichte an Jürgen Ferschl einen geschnitzten Bergmann.

Dr. Heinz Ziehr rundete mit seiner Bilderschau über den Flussspatbergbau im Oberpfälzer Revier die Auftaktveranstaltung ab. Die Powerpointpräsentation erinnerte an einzelne Gruben, an die Arbeit im Schacht, an den letzten mit Flussspat beladenem Förderwagen am 27. Mai 1987 aus der "Hermine" und an wichtige Persönlichkeiten in Verbindung mit dem Flussspatabbau.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen einer großen Bergmannsparade, über deren Verlauf wir noch ausführlich berichten werden.
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