Ferkelerzeuger unter neuem Dach

Anton Scherr, Willi Wittmann, Hans Auer und Peter Nißl (von links) geben in der Ferkel-Erzeugergemeinschaft den Ton an. Bid: Dobler
Lokales
Schwarzenfeld
27.02.2015
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Es war die letzte Versammlung als Erzeugergemeinschaft Oberpfalz. Denn die Vertretung der Ferkelerzeuger hat sich der Gemeinschaft Südostbayern mit Sitz in Pocking angeschlossen. Die Erlöse werden dadurch noch nicht automatisch besser.

Geschäftsführer Peter Nißl wird im Zuge der Fusion seinen Titel in Geschäftsstellenleiter ändern; der neue Geschäftsführer der fusionierten Erzeugergemeinschaft ist Willi Wittmann. Allerdings bleibt das Büro in Nittenau bestehen, von wo aus Nißl auch weiterhin die Unterstützung der heimischen Ferkelerzeuger koordiniert. Anton Scherr, der bisherige Vorsitzende, wechselt in den Vorstand der Gemeinschaft Südostbayern, die von Hans Auer geleitet wird. "Die Fusion war nötig, um dem Strukturwandel zu begegnen, denn wir haben viele Betriebe verloren", sagte Peter Nißl. Kleinere Betriebe hätten aufgegeben, größere sich weiterentwickelt.

Nicht viel Freude hat der frischgebackene Geschäftsstellenleiter am aktuellen Preisniveau auf dem Ferkelmarkt: "Das ist nicht berauschend." Seit drei Wochen gehe es zwar leicht bergauf, aber vorher sei es "eine Katastrophe" gewesen. Schuld ist laut Nißl der russische Exportstopp. "Der hat uns weh getan", versicherte er. Wie auf der Versammlung im Jugendheim-Saal zu hören war, hat die Erzeugergemeinschaft in der Oberpfalz 148 produzierende Mitgliedsbetriebe mit 12 500 Zuchtsauen. Dies stellt einen Rückgang um 39 Betriebe im Vergleich zum Jahr davor dar. Über 280 000 Ferkel wurden 2014 vermarktet, wobei der durchschnittliche Auszahlungspreis pro 28-Kilo-Tier bei netto 56,08 Euro lag.
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