Feuer zerstört Haus im Ortskern

Das Feuer machte das Haus unbewohnbar. Der erste Stock und der Dachraum brannten vollständig aus. Auch das Geschäft im Erdgeschoss blieb von den Folgen des Brandes nicht verschont. Bild: Amann
Lokales
Schwarzenfeld
18.01.2015
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Ein Feuer vernichtete am Samstagmorgen ein Wohn- und Geschäftshaus in der Amberger Straße. Bei dem Brand erlitten eine 40-jährige Frau und deren 17 Jahre alte Tochter, die sich in dem Gebäude aufgehalten hatten, leichte Rauchgasvergiftungen. Die Flammen begannen in ihrer Wohnung zu lodern.

Den Brand entdeckten die beiden Bewohnerinnen gegen 7 Uhr. Beißender Rauchgeruch weckte die Mutter, die sofort die Initiative ergriff. Nachdem eigene Löschversuche mit Decken erfolglos verliefen, verließ sie zusammen mit ihrer Tochter das Anwesen und rief die Polizei. Zunächst war bei der Alarmierung nur von einem Zimmerbrand die Rede. Doch bei Eintreffen der ersten Feuerwehr-Einsatzkräfte standen bereits das ganze Ober- und das Dachgeschoss des Hauses in hellen Flammen.

Anfangs versuchten die Löschmannschaften noch, den Brand per Innenangriff einzudämmen, was durch die rasche Ausbreitung der Flammen in dem älteren Gebäude aber nicht mehr gelang. Das Feuer hatte bereits auf den Dachstuhl übergegriffen. Die Brandbekämpfung gestaltete sich nicht ungefährlich. Über Steckleitern musste sie wegen herunter fallender Dachziegel abgebrochen werden. Von Vorteil erwies sich jedoch - laut Darstellung der Feuerwehr - die Entscheidung, bereits zu Einsatzbeginn einen Atemschutztrupp in das Dachgeschoss des direkt angebauten Nachbarhauses zu schicken. Es konnte so durch das gezielte Ablöschen der Dachbalken, die beide Gebäude verbanden, gehalten werden.

Gefahr gebannt

Auch weitere, räumlich eng stehende Anwesen konnten gesichert werden. Durch einen Außenangriff, bei dem sich die Drehleiter der FFW Schwandorf als hilfreich erwies, gelang es den Feuerwehrleuten, das Feuer schließlich unter Kontrolle bringen. Die Bewohner der Nachbarhäuser wurden kurzzeitig in Sicherheit gebracht und durch den Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes betreut. Sie konnten dann aber bald wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Das Gebäude wurde vollständig zerstört und dadurch unbewohnbar. Die Fahrräder des im Erdgeschoss befindlichen Geschäftes konnten in Sicherheit gebracht werden. Das eindringende Löschwasser zerstörte allerdings auch die Einrichtung des Ladens.

Ölofen als Auslöser

Die Ursache für den Brand dürfte nach ersten Erkenntnissen der Polizei im Betrieb eines Ölofens liegen, der in der Wohnung der beiden Frauen im ersten Stock stand. Dort griff das Feuer rasch auf einen Holzschrank über und breitete sich aus. Mutter und Tochter mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf etwa 250 000 Euro.

Die Feuerwehren aus Schwarzenfeld, Schwandorf, Frotzersricht und Stulln befanden sich mit rund 100 Aktiven im Einsatz. Am Ort des Geschehens leiteten Kreisbrandrat Robert Heinfling (Schwandorf) und Kreisbrandinspektor Hans Gietl (Nabburg) den Einsatz. Die polizeilichen Ermittlungen übernahm die Kripo Amberg von der zunächst verständigten PI Nabburg. Ein Statiker muss nun prüfen, ob das ausgebrannte Gebäude einsturzgefährdet ist.
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