Feuerwehr kämpft um Nachwuchs

147 Feuerwehren gehören dem Kreisfeuerwehrverband an. Bei einer Tagung im Schwarzenfelder Jugendheim richtete sich der Blick vor allem auf die Gewinnung von Nachwuchskräften. Bilder: Götz (2)
Lokales
Schwarzenfeld
22.03.2015
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Wenn es um Ehrenämter geht, muss die Jugend angesprochen und motiviert werden. Das tut der Kreisfeuerwehrverband mit dem zielstrebigen Bemühen, Nachwuchs zu gewinnen. Bei einer Tagung in Schwarzenfeld verdeutlichte sich, dass es im Landkreis 124 Jugendwarte und 199 Ausbilder gibt.

Die Vertreter von über 100 Feuerwehren hörten im Schwarzenfelder Jugendheim zunächst den Bericht des Verbandsvorsitzenden Robert Heinfling. Der Brandrat sprach von 147 Wehren, die zwischenzeitlich der Organisation angehören. In ihnen seien 4226 Aktive vereinigt, überdies 1176 Jugendliche. "Gemeinsam sind wir stark", unterstrich Heinfling und beschrieb eine Vielzahl von Tätigkeitsfeldern, die zur Verbandsarbeit gehören.

Auch Namen wurden genannt. Der des Kassiers Hans Ziegler beispielsweise, der unterdessen seinen 80. Geburtstag feierte und noch immer mit seiner Arbeit ein Vorbild gibt. Erwähnt wurde auch der Kreisbrandinspektor Manfred Pohl (Oberviechtach), dessen aktive Zeit sich dem Ende zu neigt. Robert Heinfling informierte, dass auch für 2015 wieder ein Einsatz des sogenannten Fahrsimulators beantragt sei und bemerkenswert großes Interesse an der Teilnahme bei Atemschutzwettbewerben bestehe. Danach richtete er die Blicke auf Jubiläen, die heuer gefeiert werden können: Ihr 150-jähriges Bestehen können die Wehren Oberviechtach, Nabburg, Schwarzhofen und Schwandorf begehen. In den nächsten Jahren werde es weitere solcher Jubiläen geben.

Ehrennadel für Journalist

"Wir wollen Kinder und Jugendliche für unsere Sache begeistern", hob Robert Heinfling hervor und sah sich dabei im Meinungseinklang mit Kreisjugendwart Christoph Spörl. Er legte Zahlen vor: 124 Jugendgruppen im Landkreis mit 1266 Mitgliedern (davon 419 Mädchen), 124 Jugendwarte und 199 Ausbilder. Dieses Engagement führte im Jahr 2014 zu 7770 Ausbildungsstunden. Spörl ließ nicht unerwähnt, "dass die Entschädigung der Jugendwarte durch die Gemeinden noch ausbaufähig ist" und sah sich erneut in einer gemeinsamen Betrachtungsweise mit dem Verbandsvorsitzenden Heinfling, als er sagte: "Wir müssen um den Nachwuchs bei der Feuerwehr kämpfen."

Mit der silbernen Ehrennadel zeichnete der Kreisfeuerwehrverband Schwandorf den NT-Journalisten Wolfgang Houschka aus. Der Verbandsvorsitzende und Kreisbrandrat Robert Heinfling sagte, der ehemalige Schwandorfer Redaktionsleiter und spätere Chefreporter des Medienhauses "Der neue Tag" habe sich über Jahrzehnte hinweg in seiner Berichterstattung für die Interessen der Feuerwehr eingesetzt, sich darüber hinaus auch im außerdienstlichen Bereich für die Ziele des Feuerlöschwesens engagiert.

Dabei nannte der Brandrat als Beispiel die Moderatorenrolle des in der Gemeinde Fensterbach wohnenden Journalisten bei den Symposien des Kreisfeuerwehrverbandes. Bei der Übergabe gratulierten neben dem Kreisbrandrat auch die Brandinspektoren Hans Gietl (Nabburg), Manfred Pohl (Oberviechtach) und Helmut Mösbauer (Schwandorf) sowie der Schwarzenfelder Vizebürgermeister Peter Neumeier.

Dank für Feuerwehrdienst

In einem Grußwort dankte Neumeier den Feuerwehren für ihren Dienst und machte auf das Jubiläum "1000 Jahre Schwarzenfeld" aufmerksam.
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