Feuerwehrdienst kommt gut an

Im Saal des Schwarzenfelder Jugendheims tagten die Jugendwarte der Ortsfeuerwehren. Bild: slh
Lokales
Schwarzenfeld
17.03.2015
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Der Nachwuchs steht im Blickpunkt jeder Ortsfeuerwehr. Umso wichtiger ist die Aufgabe der Jugendwarte, die nun in Schwarzenfeld getagt haben.

Kreisjugendwart Christoph Spörl informierte dabei, dass die Feuerwehren im Landkreis derzeit über 124 Jugendgruppen verfügen. Dies bedeute eine Steigerung um vier Gruppen. Auch bei der Gesamtanzahl der jungen Floriansjünger ergab sich eine Steigerung um 55 Mitglieder auf insgesamt 1266 - darunter 419 Mädchen. Von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Feuerwehrdienst wechselten insgesamt 109 Mitglieder.

Spörl freute sich zwar, dass die Jugendfeuerwehr als gemeindliche Einrichtung bei den Jugendlichen sehr gefragt sei. "Jedoch darf man darüber nicht in Euphorie ausbrechen, denn die geburtenschwachen Jahrgänge folgen erst noch." In den Feuerwehren leisten darüber hinaus 124 Jugendwarte sowie 199 Ausbilder ihren zusätzlichen Feuerwehrdienst.

Bei den Abzeichen spiegelt sich dieser Trend wieder. Bei der Abnahme der deutschen Jugendleistungsspange war mit 156 Teilnehmern ein neuer Rekord zu verzeichnen. Auch die Jugendflamme mit 393 Teilnehmern oder der Wissenstest mit 860 Jugendlichen in seinen verschiedenen Stufen belege einen guten Wissensstand der Floriansjünger. Im Schnitt legte jeder Jugendliche 1,4 Abzeichen ab.

Fast 11 000 Stunden

Die hohe Ausbildungsqualität spiegelt sich in den Ausbildungsstunden wieder. 10 990 Stunden in 591 Tagen wurden in die Feuerwehrausbildung, aber auch in die Freizeitgestaltung der Jugendlichen investiert. Die Jugendwarte hatten dabei noch einmal einen zusätzlichen Zeitaufwand von 7973 Stunden für Vorbereitungen und Sitzungen. Daneben hätten die Feuerwehr-Verantwortlichen des Landkreises zusätzlich zu den Aktionen vor Ort ein abwechslungsreiches Programm organisiert - etwa ein Landkreiszeltlager oder eine Berlinfahrt.

Am Ende hob Spörl noch einmal hervor, dass die Jugendfeuerwehren 2013 mit dem Verfassungspreis für ihr örtliches Engagement ausgezeichnet wurden. Ein weiterer Punkt war die Jugendwart-Entschädigung, die nur in wenigen Kommunen geleistet werde. Die Jugendwarte stimmten einstimmig einer Satzungsänderung hinsichtlich des Wahlverfahrens zu.

Kreisjugendsprecherin Julia Liebl ging auf das Jugendforum ein, das großes Interesse geweckt habe. Dabei dankte sie den Jugendwarten für den zusätzlichen Feuerwehrdienst. Landrat Thomas Ebeling zeigte sich beeindruckt von den geleisteten Stunden. "Momentan braucht man sich keine Sorgen über die Zukunft der örtlichen Feuerwehren machen, angesichts dieses starken Nachwuchses", freute er sich.

Lobende Worte

Bürgermeister Manfred Rodde dankte im Namen der Amtskollegen: "Der Feuerwehrdienst ist eine Wichtige und ehrenvolle Aufgabe, gerade wenn es um den Nachwuchs der Einrichtung geht." Der Vorsitzende des Kreisjugendringes Schwandorf, Peter Neumeier, unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen dem Kreisjugendring und den Jugendfeuerwehren.

Kreisbrandrat Robert Heinfling hob die Leistungen der Jugendlichen hervor, die die Bürger in eine sichere Zukunft blicken lassen. "Wir können stolz auf solche Engagierte Jugendliche sein", versicherte Heinfling. Gerade die geleistete Stundenanzahl sei enorm, gerade weil die Jugendwarte sie zu ihrem "normalen" Feuerwehrdienst zusätzlich ehrenamtlich leisten.
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